Aktualisiert 30.03.2014 21:37

EishockeyLangnau gegen Visp wieder im Vorteil

Der Schlittschuhclub Langnau nähert sich seinem vierten Meistertitel in der NLB (nach 1961, 1987 und 1998) an. Die Langnauer führen nach einem 4:3 nach Verlängerung in der Finalserie gegen Visp mit 2:1 Siegen.

Der knappe Heimsieg könnte im Final eine Vorentscheidung zu Gunsten des Favoriten auslösen. Denn die Walliser spielten wie bereits am Freitagabend wieder äusserst stark. Sie standen dem Sieg nahe, als sie weniger als acht Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit 3:2 in Führung gingen. Beim dritten Walliser Goal spazierte der Kanadier James Desmarais an vier Langnauern inklusive Torhüter Lorenzo Croce vorbei. Aber die Oberwalliser kämpften am Sonntagabend glücklos. Ein Befreiungsschlag von Alexej Kowaljew führte zu einer Zweiminutenstrafe und zur vierten doppelten Überzahl für Langnau. Daraus fiel der neuerliche Ausgleich. Und in der Overtime gelang Sandro Moggi nach 66 Minuten und 22 Sekunden mit dem 47. Torschuss das 4:3-Siegtor.

Vermag Visp wegzustecken, dass es diese Partie nach zweimaliger Führung noch verlor? In Langnau haderten die Walliser mit den Referees, die ihnen fast dreimal mehr Strafminuten (57) als Langnau (20) aufbrummten.

Die Langnauer setzten sich aber zweifellos verdientermassen durch (47:28 Torschüsse). Die Tigers hätten die Partie schon in der regulären Spielzeit zu ihren Gunsten entscheiden müssen. Sie spielten über ein Drittel lang Powerplay; insgesamt viermal (und stets mehr als eine Minute lang) sogar in doppelter Überzahl. Aber den Langnauern gelangen bloss drei Powerplay-Tore aus acht Chancen. Das entspricht zwar eigentlich einer guten Ausbeute, wenn nicht der EHC Visp aus fünf Chancen und bloss 5:55 Minuten Powerplay-Zeit ebenfalls drei Tore erzielt hätte.

Die Partie stand bis zum «sudden death» in der 67. Minute meistens unentschieden. Visp führte während insgesamt knapp sechs Minuten Spielzeit mit 1:0 und 3:2. Der SC Langnau ging in der 49. Minute 2:1 in Führung, vermochte diesen Vorsprung aber ebenfalls nur 115 Sekunden lang zu halten. Immerhin bewiesen die Emmentaler aber Moral, nachdem Visp binnen 105 Sekunden aus dem 1:2 ein 3:2 gemacht hatte. Philippe Rytz realisierte für die Tigers aber mit dem zweiten Weitschusstor nochmals den Ausgleich. (si)

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