«Glacier Express»: Langsamer fahren nach dem Unglück
Aktualisiert

«Glacier Express»Langsamer fahren nach dem Unglück

Seit der Entgleisung des «Glacier Express» ordnete die Matterhorn Gotthard Bahn aus Sicherheitsgründen fünf neue Langsamfahrstellen an.

Die Matterhorn Gotthard Bahn (MGB) fährt langsamer an Stellen, an denen die Geleise verformt sind. «Diese Langsamfahrstellen zeigen, dass wir der Sicherheit oberste Priorität einräumen», sagte MGB-Sprecher Helmut Biner am Freitag in der Sendung «10vor10» im Schweizer Fernsehen.

Demnach sollen die Lokführer im Oberwallis bei den Gleisabschnitten Mörel-Betten, Fiesch, Reckingen und Münster-Ulrichen sowie im Kanton Uri beim Abschnitt Realp-Hospenthal das Tempo drosseln.

Die Sicherheit des «Glacier Express» hatte nach dem Bahnunglück im Goms vor zwei Wochen zu reden gegeben. Bei dem Unfall, bei dem eine japanische Touristen ums Leben kam, hatte der Lokführer nach einer Kurve zu früh beschleunigt. Warum er dies tat, ist nicht geklärt. Durch die Zentrifugalkraft entgleisten drei Waggons.

Nach dem Unfall des Panorama-Zugs waren Gerüchte aufgekommen, Deformationen der Schienen könnten für das Unglück verantwortlich sein. Auch der Lokführer sprach von verformten Geleisen. Experten des Bundes schlossen die Verwerfungen aber als Unfallursache aus, da der Zug vor besagter Stelle entgleiste. (sda)

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