Aktualisiert 13.08.2019 13:25

Vater von Jeton G.Langstrassen-Schütze zieht erneut vor Gericht

Der Vater von Jeton G., dem Hauptverdächtigen in einem Tötungsdelikt, soll an der Langstrasse Schüsse abgegeben haben. Beide stehen bald vor Gericht.

von
Jennifer Furer
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Gespenstische Leere herrscht am frühen Sonntagmorgen, 16. Juli 2017, in der Bar im Zürcher Kreis 4.

Gespenstische Leere herrscht am frühen Sonntagmorgen, 16. Juli 2017, in der Bar im Zürcher Kreis 4.

Leser-Reporter
Grund dafür war eine Schussabgabe an der Ecke Lang-/Badenerstrasse.

Grund dafür war eine Schussabgabe an der Ecke Lang-/Badenerstrasse.

Leser-Reporter
Gemäss Recherchen von 20 Minuten ist der Schütze der Vater von Jeton G.

Gemäss Recherchen von 20 Minuten ist der Schütze der Vater von Jeton G.

Leser-Reporter

Zwei Schüsse lösten im Sommer 2017 Angst und Schrecken an der Zürcher Langstrasse aus. «Es herrschten chaotische Zustände, wir hatten Angst», sagte ein Leser-Reporter. Der mutmassliche Schütze muss sich am Donnerstag vor dem Zürcher Obergericht verantworten.

Recherchen von 20 Minuten ergaben, dass es sich beim mutmasslichen Schützen um den Vater von Jeton G.* handelt. Er wurde, wie jetzt bekannt wird, bereits in erster Instanz vom Bezirksgericht Zürich wegen Gefährdung des Lebens und Verstosses gegen das Waffengesetz zu einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten bedingt verurteilt, abzüglich der 82 Tage in Untersuchungshaft. Der mutmassliche Schütze hat das Urteil weitergezogen.

Sein Sohn Jeton G. soll am 1. März 2015 auf offener Strasse in Zürich-Affoltern den Türsteher und Hooligan Boris R.* erschossen haben. G. steht ab dem 11. September unter anderem wegen Mordes vor Gericht. Der Prozess ist auf vier Tage angesetzt.

Der Fall Jeton G.

Der Fall Jeton G. machte 2015 schweizweit Schlagzeilen. Nicht zuletzt, weil G. der Polizei und Jugendanwaltschaft als Intensivtäter bekannt war. Als Minderjähriger soll er wiederholt vor dem Jugendgericht gestanden haben – wegen Raubes, Diebstahls und Drohungen.

Für Diskussionen sorgte der Fall auch, weil Jeton G. trotz seines langen Strafregisters Sozialhilfe bezog. Der mutmassliche Todesschütze von Zürich-Affoltern besass einen Jaguar, baute illegal Hanf an und hatte für sich und seine Familie in den sechs Jahren vor der Tat insgesamt 200'000 Franken Sozialhilfe erhalten.

*Namen der Redaktion bekannt

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