Aktualisiert 05.03.2008 23:47

Lanzingers nehmen Anwalt

Matthias Lanzinger ist nach der Amputation des linken Unterschenkels wie geplant aus Der 27-jährige
Österreicher Matthias
Lanzinger ist nach der
Amputation seines
linken Unterschenkels
aus dem künstlichen
Koma geholt worden.
Doch der Fall wird ein
Nachspiel haben.

Der Zustand des in Kvitfjell schwer gestürzten Skifahrers ist laut den behandelnden Ärzten stabil. Treten keine Komplikationen auf, wird Lanzinger noch diese Woche vom Krankenhaus in Oslo in die Salzburger Universitätsklinik verlegt. Lanzingers Freundin Eva und ÖSV-PR-Betreuer Robert Brunner hatten nach dem Eingriff am Dienstag abwechselnd Nachtwache am Bett des Verunglückten gehalten. Nach dem Aufwachen habe sich Lanzinger erinnert, dass er in das Tor gefahren ist und sich erkundigt, wer hinter seinem Freund Georg Streitberger Zweiter und Dritter des Rennens geworden sei.

Neben der grossen Anteilnahme auf seiner Homepage (3500 Einträge seit Sonntag) wurde dem Salzburger via Verband von der Firma Telekom mitgeteilt, dass «alle Türen für eine berufliche Karriere offen stehen.» Die Mutter Lanzingers, die vor drei Jahren auf tragische Weise ihren Gatten verloren hatte, schaltete einen Anwalt ein. Zentraler Streitpunkt ist die Dauer des Transports nach dem fatalen Sturz, als kein Rettungshelikopter bereitstand. Der ÖSV behält sich rechtliche Schritte noch vor.

ahu

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