Valon Behrami: «Lara weiss vom Fussball so wenig wie ich vom Ski»

Aktualisiert

Valon Behrami«Lara weiss vom Fussball so wenig wie ich vom Ski»

Ski-Star Lara Gut brachte ihrem Schatz und der Fussball-Nati Glück. Die Schweiz steigt in Griechenland mit neuen Systemen und einem 1:0-Sieg ins WM-Jahr.

von
E. Tedesco
Athen

Das sagt Valon Behrami zum System-Test in Griechenland und dem Matchbesuch seiner neuen Freundin. (Video: 20 Minuten)

Seit sechs Tagen ist ihre Liebe offiziell. Am Freitag sass Ski-Star Lara Gut in Athen erstmals als Spielerfrau auf der Tribüne und brachte der Nati und ihrer neuen Liebe Valon Behrami Glück. Bevor das frischverliebte Sportlerpaar nach dem Sieg ein paar freie Stunden geniessen konnte, ehe der Nati-Vizecaptain mit dem Team zurück in die Schweiz flog, sprach Behrami mit «20 Minuten» über die Relevanz eines Auftaktsieges ins WM-Jahr, einen Systemtest und über seinen neuen Schatz Lara Gut.

Valon Behrami, nur drei Monate vor dem WM-Spiel gegen Brasilien testete Nati-Trainer Vladimir Petkovic in Griechenland neue Systeme. Wie hat es Ihrer Meinung nach mit der Umsetzung geklappt?

Valon Behrami:Ich glaube, das hat nicht schlecht funktioniert. Wir haben souverän gespielt und den Griechen nur zwei, drei Chancen zugestanden. Aber es war nicht einfach, sich in einem Spiel ohne Zuschauer gross zu motivieren. Ausserdem beginnt für die Spieler mit ihren Clubs eine wichtige Phase und darum denke ich, dass unterm Strich nur der Sieg zählt.

Kann man zusammenfassend sagen, dass die gemeinsame Trainingswoche und Teambuilding wichtiger waren als der Sieg?

Nein, ein Sieg ist immer wichtig, weil es jedem Spieler einfach gut tut. Das Gesamtpaket war wichtig. Wir hatten eine gute, intensive Woche und sind überzeugt von den Dingen, die wir machen.

Vor der EM in Frankreich war die Nati nach zwei Test-Niederlagen an einem Tiefpunkt. Wie viel und wo ist die Mannschaft weiter als vor zwei Jahren im März?

Wir haben im Team über die Geschehnisse vor zwei Jahren auch gesprochen. Wichtig war eine Reaktion. Wir haben dieses Testspiel deshalb sehr ernst genommen und wollten unbedingt gewinnen. Allein schon deshalb, weil die Stimmung gut ist, wenn man gewinnt. Die Mentalität der Mannschaft ist nicht mehr die gleiche. Jetzt gibt jeder schon im Training hundert Prozent, denn jeder will sich seine Position für die WM sichern.

Es gab in der ersten Halbzeit Gerüchte, dass Sie Probleme mit dem Knie hätten. Wie geht es dem Knie jetzt nach dem Spiel?

Nein, nein, das Knie ist okay. Ich hatte in den letzten zwei Monaten leichte Probleme mit dem rechten Bein, weil ich wohl zu stark darauf verlagere. Aber es geht mir gut.

Das ist offensichtlich. Ihr neuer Schatz sass auf der Tribüne. Würden Sie einige Ihrer Gedanken und Gefühle mit uns teilen?

Ich habe mich sehr darüber gefreut, denn sie hat schliesslich ihre Ferien und Freizeit dafür gegeben, um hierherzukommen. Es war wirklich sehr schön.

Werden Sie Ihr jetzt Fussball erklären oder kennt sie sich aus?

Lara weiss vom Fussball so wenig wie ich vom Ski. (lacht herzlich)

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