Vuelta: Lars Boom in Cordoba Solosieger
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VueltaLars Boom in Cordoba Solosieger

25 Minuten Rückstand in der 15. Vuelta-Etappe blieben für den Leader Alejandro Valverde (Sp) ohne Folgen. 13 Aussenseiter fuhren um den Tageserfolg, am Schluss traf der Holländer Lars Boom als Solosieger in Cordoba ein.

Nach den drei Bergetappen des Wochenendes waren die Helden müde und genehmigten sich einen «blauen Montag». Zwei Gründe gaben dafür den Ausschlag. Einerseits wiesen die 13 Flüchtlinge im Gesamtklassement allesamt über eine Stunde Rückstand auf und stellten deshalb keine Gefahr für die Gesamtbesten dar. Andrerseits wurden zwei Steigungen ausserhalb von Cordoba von den Sprintern als für sie unüberwindbar betrachtet, weshalb auch von ihrer Seite keine Aktivitäten erwartet werden konnten.

Das Feld trudelte so mit 25 Minuten Rückstand in Cordoba ein. Hätte es sich noch etwas mehr Rückstand gegönnt, wäre es in die Nähe des Kontrollschlusses von 32 Minuten geraten. Doch für den ungefährdeten Gesamtersten Alejandro Valverde wie auch für seine Gegner hätte kein Risiko bestanden, von der Rundfahrt ausgeschlossen zu werden. Zu Beginn dieser Saison haben die Funktionäre des Weltverbandes UCI den Passus im Reglement in bezug auf die Zeitüberschreitung angepasst. Demnach kann der Jury- Präsident Fahrern beim Überschreiten des Kontrollschlusses eine zweite Chance geben kann. Sie müssen dann nicht den Heimweg antreten; es werden ihnen lediglich 25 Rangpunkte abgezogen.

Die 13 Ausreisser mussten sich nicht sonderlich anstrengen, um zu einem beruhigenden Vorsprung zu gelangen. Die Frage um den Tagessieg löste Lars Boom auf einfache Art und Weise. Er griff am Fuss des zweiten Anstieges an und kam nach einer Vorausfahrt über insgesamt 110 km - davon die letzten 25 km alleine - zu einem schönen Solosieg.

Boom war schon zu Beginn der Spanien-Rundfahrt durch Vorstösse aufgefallen. Nun kam der Holländer als Strassenprofi zu seinem bedeutendsten Erfolg, nachdem er sich zuletzt in die Dienste des Gesamtzweiten Robert Gesink gestellt hatte. Einen Namen hatte sich Boom in erster Linie im Gelände gemacht. Sowohl bei den Junioren (2003) wie bei den Espoirs (2007) und der Elite (2008) kam der Holländer zum WM-Titel im Radquer. Zudem wurde er vor zwei Jahren in Stuttgart U23-Weltmeister im Zeitfahren. Beim von Fabian Cancellara gewonnen Zeitfahren in Valencia hatte Boom immerhin den 9. Platz belegt. (si)

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