Aktualisiert 06.02.2014 19:18

Arlesheim

Larven: Kulturgut in einer Sonderausstellung

Kurz vor den «drey scheenschte Dääg» zeigt die Arlesheimer Galerie Mobile Kunst eine Ausstellung, die über die Basler Fasnacht hinaus geht.

von
Camille Haldner

Die Künstlerin Verena Steiger fertigt Larven und Masken für Fasnachts-Cliquen in der ganzen Schweiz. Die gleichnamige Ausstellung, die gestern in Arlesheim eröffnet wurde, macht ihre Werke und das Drumherum zum Thema. Kurator Markus Jeanneret kennt Steiger, weil sie auch für seine Clique, die Basler Bebbi, bereits Larven gefertigt hat: «Die Idee zur Ausstellung kam mir, weil ich wusste, dass sie ein unglaubliches Kulturgut an Masken im Keller hat, das man unbedingt zeigen muss.»

Zu sehen sind über 100-jährige Formen, anhand derer Besucher nachvollziehen können, wie sich die Larven und Masken veränderten. «Der Waggis etwa hat sich von einem Elsässer Bauer mit kleiner roter Nase zu einer riesigen Larve mit Riesen-Zinken entwickelt», so Jeanneret.

Begriff Maske in Basel verpönt

Zu sehen sind jedoch nicht nur Fasnachtslarven aus der ganzen Schweiz, sondern auch Masken aus anderen Bereichen der Kostümierung. Die Ausstellung zeigt auch alte Messingpressen, den Produktionsablauf von Gittermasken sowie die verschiedenen Materialien die zur Herstellung benötigt werden.

Auf die Frage, weshalb der Begriff Maske in Basel so verpönt sei, sagt Jeanneret: «Ob Larve oder Maske, es ist eigentlich das Gleiche. Wir sind jedoch so nah an Deutschland, dass das unsere Art ist, uns abzugrenzen.»

www.mobilekunst.ch

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