Aktualisiert 01.03.2008 06:43

Las Vegas: Gift in Hotelzimmer schürt Angst

Ein mysteriöser Fund des hochgefährlichen Giftes Ricin in einem Hotelzimmer in der US-Spielerstadt Las Vegas hat gestern kurzzeitig Angst vor einem Terroranschlag geschürt.

Ein Opfer liegt nach Angaben der Polizei mit schweren Vergiftungen und in kritischem Zustand im Spital.

Sieben weitere Menschen, zumeist Hotelangestellte und Polizisten, würden noch untersucht. Die Polizei gab aber nach ersten Ermittlungen Entwarnung: Es gebe bislang keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund.

Der Fall sei aber nach wie vor völlig rätselhaft: "Wir haben keinerlei Informationen darüber, warum sich der Stoff in dem Hotelzimmer befand", sagte die stellvertretende Polizeichefin von Las Vegas, Kathy Suey. Aus Furcht vor einer weiteren Kontaminierung wurde die Gegend um das Hotel zeitweise abgesperrt.

Das hochgiftige Pulver sei in in der Nacht zum Freitag von einem Verwandten des Vergifteten entdeckt worden, als dieser die Kleider des Opfers aus dem Hotelzimmer holen wollte, hiess es. Einzelheiten teilten die Behörden zunächst nicht mit. Unklar war etwa, wie viel von der Giftsubstanz entdeckt wurde.

Ricin wird aus Rizinussamen gewonnen, bereits ein Viertel Milligramm können innerhalb von 36 bis 48 Stunden tödlich sein, erklärten US-Experten. Ricin falle unter die Biowaffenkonvention.

(sda)

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