Gegen Tropenkrankheiten: Laser aus Mini-Computer schiesst Stechmücken ab
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Gegen TropenkrankheitenLaser aus Mini-Computer schiesst Stechmücken ab

Ein Wissenschaftler hat eine neue Technologie zur Bekämpfung von Stechmücken entwickelt. Diese soll in Zukunft gegen Malaria und andere auf diese Art verbreitete Krankheiten helfen.

von
Dominique Zeier
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Stechmücken sind hierzulande vor allem nervig.

Stechmücken sind hierzulande vor allem nervig.

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In Tropengebieten übertragen sie aber gefährliche Krankheiten wie Malaria.

In Tropengebieten übertragen sie aber gefährliche Krankheiten wie Malaria.

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Nun hat ein Wissenschaftler ein Gerät entwickelt, das mit einem Laser auf Stechmücken schiesst.

Nun hat ein Wissenschaftler ein Gerät entwickelt, das mit einem Laser auf Stechmücken schiesst.

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Darum gehts

  • Ein Forscher hat eine neue Technologie entwickelt, um Stechmücken zu bekämpfen.

  • Er hat einen kleinen Computer so programmiert, dass er Mücken mit einem Laser abschiesst.

  • Noch befindet sich die Technologie in ihrer Anfangsphase.

  • Zu einem späteren Zeitpunkt soll sie aber zur Bekämpfung von Krankheiten wie Malaria eingesetzt werden können.

Stechmücken sind lästig und nervenaufreibend, die meisten Exemplare sind hierzulade aber harmlos. Nicht so in tropischen und subtropischen Gebieten, wo die Insekten lebensbedrohliche Krankheiten wie Malaria oder das Denguefieber übertragen können. Zwar sind die weltweiten Malaria-Fälle seit dem Jahr 2000 zurückgegangen, stagnieren nun aber und bleiben nach wie vor ein grosses Problem. Um dem entgegenzuwirken, hat der Wissenschaftler Ildar Rakhmatulin nun eine neue Erfindung vorgestellt.

Der Forscher hat einen Raspberry Pi, also einen Mini-Computer, so programmiert, dass er Stechmücken mit Laser-Strahlen abschiessen kann. Dies funktioniert mittels Bilderkennungsalgorithmen, wie t3n.de beschreibt. Sobald der Raspberry Pi eine Mücke erkennt, schiesst er einen Ein-Watt-Laser auf sie ab, um sie unschädlich zu machen.

Technologie noch verbesserungswürdig

Noch funktioniert das System ziemlich ungenau und verzeichnet eine geringe Erfolgsquote von rund 15 Prozent. Rakhmatulin hält aber fest, dass es sich bei seiner Erfindung erst um einen experimentellen Prototypen handle. So könne diese Technologie in Zukunft weiterentwickelt werden, um beispielsweise auf Drohnen eingesetzt werden. Der Wissenschaftler kann sich auch vorstellen, dass kleine Geräte gebaut werden könnten, die auf dem Körper getragen werden und von dort aus Laser-Strahlen schiessen.

Das Ziel seiner Erfindung ist es, Stechmücken noch vor dem ersten Stich in der Luft abzuschiessen. Verbesserungen an der Technologie sollen ausserdem dazu führen, dass mehr Stechmücken angepeilt werden können. Dies könne einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von Krankheiten wie Malaria liefern, an welcher laut der Weltgesundheitsorganisation nach wie vor alle zwei Minuten ein Kind stirbt.

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