Schweizer Schüler zeigen ihre Homeschool-Werke

Tausende Schulkinder arbeiten derzeit zuhause und machen sich in dieser ungewöhnlichen Zeit viele Gedanken. 20 Minuten veröffentlicht hier regelmässig eine Auswahl von Aufsätzen, Gedichten, Texten und Bildern von Schülerinnen und Schülern aus der Schweiz. Wenn ihr eure Texte und Bilder auch einreichen möchtet, fragt zuerst eure Eltern und bittet euren Lehrer oder eure Lehrerin, sie einzusenden.

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Das ist mein Pult.

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Meine Lese- und Chillecke…ja, die gibt es auch zuhause.

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Jonglierbälle: Im TTG-Unterricht hergestellt aus Material, das zuhause war.

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Freitag, 8.5.2020

Finde den Held in dir

Zornitsa Petseva, Klasse 6e, Männedorf

Wusstest du, dass vielleicht ein Held in dir steckt, den du noch nicht kennst, den du aber schon bald entdecken kannst?! Es ist eigentlich ganz einfach, einer zu werden: du solltest nur die folgenden Schritte und Tipps befolgen und schon in weniger als fünf Minuten kannst auch du Menschenleben retten. Also mach mit, denn vielleicht hast du nur eine einzige Gelegenheit dafür. Mal schauen ob du mutig genug bist, um diese Herausforderung anzunehmen.

Es ähnelt einem kleinen Selbsttest, aber keine Sorge, es kommen keine schwierigen Aufgaben! Beantworte einfach die folgenden Fragen mit „JA“ oder „NEIN“. Na dann, worauf wartest du, los geht’s!!!!! Viel Spass!!!

1. Wäschst du regelmässig deine Hände mit Seife, nach dem Einkaufen oder dem Herauskommen aus grösseren Gebäuden u.s.w.?

2. Trägst du, wenn möglich Mundschutz, wenn du draussen bist?

3. Hältst du Abstand zu älteren Leute und grossen Gruppen von Menschen?

4. Spielst du nur im Garten/in der Nähe oder gehst du täglich nach draussen (ausser einkaufen natürlich)?

5. Hustest und niest du immer in den Ellenbogen?

6. Vermeidest du so viel Kontakt wie möglich anderen Menschen gegenüber?

7. Sind dir die Umwelt und die Menschen wichtig?

ERGEBNIS: 7 Mal JA: Hast du alle Fragen mit einem JA beantwortet, dann bist du ein ausgezeichneter Held. Du bist eine grosse Hilfe und die Menschen in Gefahr sind dir sehr dankbar.

5-6 Mal JA: Du bist schon mal gut dran, aber für einen richtigen Helden braucht es noch etwas mehr. Denk daran, dass du immer noch Zeit hast, dich zu verbessern und denn Test nach einigen Tagen wieder zu machen. Erkennst du einen Fortschritt?

3-4 Mal JA: Es ist schon was und immer noch besser als nichts. Doch vielleicht ist es an der Zeit, dich zu ändern und die Herausforderung bis zum echten Helden zu befolgen. Vergiss nicht regelmässig zu schauen ob du so weit bist.

0-2 Mal JA: Wie es aussieht sind dir die älteren und gefährdeten Leute ziemlich egal. Sei trozdem nicht enttäuscht von deiner Leistung, denn man weiss nie. Wir glauben trotzdem an dich und schon bald kannst du auch an der Spitze der echten Helden stehen. Dazu musst du einfach dranbleiben, es wird dir am Anfang mehr Mühe bereiten, aber es ist sicher nicht unmöglich.

Ich hoffe du bist mit deiner Leistung zufrieden und kannst stolz auf dich sein

Und wenn du schon an der Spitze der Helden bist, dann heisst es nur noch dranbleiben und nicht wieder runtersinken. Nimm dir doch immer Mal wieder kurz Zeit und überprüfe, wo du auf der Liste bist. Es kostet dich weniger als 2 Minuten Zeit, hat aber einen grossen Zweck. Wir können schon einen zukünftigen Held in dir sehen und wünschen dir viel Erfolg bei der Herausforderung. Hoffentlich erreichst du dein Ziel! Du darfst einfach nicht aufgeben. Sei stark und mutig. Wir alle sind dir sehr dankbar!!!

Corona und die Ferien

Raphael Stettler, Klasse 6e, Männedorf

Normalerweise freut man sich über Ferien, aber jetzt, während der Quarantäne, ist es einfach nur langweilig!

Vor den Ferien hatten wir Onlineunterricht, jetzt müssen wir selber was machen. Leider kann ich meine Freunde nicht sehen und treffen, oder nur über Facetime. Ich bin so eigentlich gezwungen, länger zu gamen ;). Nein, Spass beiseite. Wenn man nicht die ganze Zeit gamen oder fernsehen will, kann man noch lesen, basteln, puzzlen, zeichnen oder etwas für die Schule machen. Oder mit meinen Eltern Spiele machen. Da meine Geschwister älter sind, wohnen sie nicht mehr hier.

Das Problem ist, dass man nicht so viel rausgehen kann, weil ja die Abstandsregeln immer noch einzuhalten sind, und wir uns weiterhin nicht mit zu vielen Personen treffen dürfen. Also bewegt man sich nicht so viel wie vorher. Und dann war ja auch noch Ostern: Wir assen viel mehr Schokolade und nahmen zu allem Uebel auch noch zu.

Wir wollten in den Frühlingsferien eigentlich in den Europapark. Wegen Corona dürfen wir aber gar nicht nach Deutschland, und deshalb fällt dieser Besuch des Europaparkes (der auch geschlossen ist) leider weg.

Unsere Verwandten in Deutschland können wir auch nicht besuchen. Und so sind die Ferien eigentlich keine richtigen Ferien, weil wir nichts so tun können, wie wir das sonst in den Ferien tun.

Ich freue mich, wenn ich wieder in die Schule gehen kann, denn dort sehe ich meine Freunde wieder, und es ist nicht nicht mehr so langweilig.

Ich finde es momentan eine blöde Situation, aber das Einzige was wir machen können, ist warten…

Montag, 20.4.2020

Mach mit!

Willst du uns auch von deinen Erfahrungen im Homeschooling erzählen? Dann schreib los! Denk aber daran, dass zu zuerst deine Eltern fragst und dann deinen Lehrer oder deine Lehrerin bittest, die Texte einzusenden.
Unsere Kontaktadresse: feedback@20minuten.ch

Freitag, 8.5.2020

Gedicht

Orisha Mächler, Klasse 6e, Männedorf

Corona Corona Corona,

ist wie eine wütende Oma.

Corona hat keine Farbe,

doch es ist die reinste Plage.

Wenn wir wieder in die Schule gehen,

wird das der reinste Segen.

Wir werden lachen und weinen,

und alles kommt wieder ins Reine.

Obwohl wir dann aufpassen müssen,

werden sich ein paar küssen.

Wir werden dann nur noch 15 sein,

das ist trotzdem nicht ganz klein.

Wir siegen gegen Corona

und haben dann keine wütende Oma.

Wir schaffen es durch Corona durch,

und haben dann keine Furcht.

Samstag, 25.4.2020

Gioia Haltinner, Klasse 6e, Männedorf

Man legt los mit allerlei,

und sucht im Haus sein Osterei.

Ich verwirkliche meine Bastelträume,

und schon bald schleudert Material durch die Räume.

Mit viel Freude im Gesicht,

hat man schon eine Hasenmaske im Gesicht.

An ruhigen Tagen,

könnte man ein Buch mit spannenden Bildern aufschlagen.

An schönen Tagen,

baut man ein Zelt im Garten und die Nachbarskinder können es kaum erwarten,

zusammen zu spielen, zu essen, und zu schlafen.

Am Abend im Bett, träume ich etwas von einer Insel,

wie ich ein Bild male mit dem Pinsel.

Wir sind froh und dankbar, gesund zu sein,

und bleiben wie alle anderen schön brav daheim.

Montag, 20.4.2020

Lied: Ich bliib dihei von Primarschule Freienwil, 4. - 6. Klasse

Donnerstag, 23.4.2020

Wünsche von Henisk Karimi (10), Zollikofen

Samstag, 18.4.2020

Es ist Zeit zum Aufgeben

Tim Kneller, Klasse 6e, Männedorf

Du hast sehr viel in dieser Welt verändert, es gibt zwar Vorteile, aber noch viel mehr Nachteile. Ich
finde, du könntest langsam nachlassen oder sogar aufhören.

Die Menschheit kämpft und kämpft, viele Familien leiden und hören, dass ihre Grosseltern im
Krankenhaus in Lebensgefahr sind oder haben sogar mitbekommen, dass die liebe Grossmutter oder
der coole Grossvater verstorben sind. Ein paar Eltern haben für die jetzige Zeit keinen Job mehr und
deren Kinder müssen zusätzlich leiden.

Alle Kinder sehen ihre Freunde, ausser übers Internet, nicht mehr. Kinder, die jetzt Geburtstag
haben, leiden besonders, weil sie nicht feiern können!

Ich hoffe du siehst, wie wir leiden und kämpfen wegen dir! Wenn du bei einem nächsten Mal
wiederkommst, sei nicht so hart und lass uns nicht so stark leiden!

Ich finde, du könntest jetzt wirklich langsam mal aufhören! Ich würde gerne wissen, was du dir dabei
denkst!? Wahrscheinlich nur die positiven Sachen, die es zwar auch gibt. Aber, es gibt viel mehr und
schlimmere Nachteile als Vorteile, das musst du wissen!

Ich sehe an dir aber wie gesagt nicht nur Schlechtes. Sondern auch Positives wie zum Beispiel, dass
die meisten Familien viel mehr zusammen machen, sich öfters sehen, oder dass viele auch mal Zeit
für sich haben.

Die meisten haben sich auch zuerst darauf gefreut, 6 Wochen Coronaferien zu haben, allerdings
wollten die meisten Kinder nach zwei oder drei Tagen wieder zurück in die richtige Schule.
Du hast uns so viel Spass einfach so kaputt gemacht, meiner Klasse sehr wahrscheinlich das
Klassenlager! Oder ganz viele Feste und schöne Tage wie zum Beispiel, dass einer seinem besten
Freund einen Ausflug in den Europapark geschenkt hat. Solche Sachen eben, auf die sich viele gefreut
haben. Das hast du alles einfach kaputt gemacht! Ich bin enttäuscht von dir!!!

Ich finde, die Menschheit hat es nun verdient, dass du wieder weggehst. Deine Vorteile sind in
Erfüllung gegangen und wir werden auch in Zukunft vermehrt an das denken. Aber deine Nachteile
werden sich nur noch steigern, und das braucht es nicht. Wir haben deine Botschaft verstanden!

Am meisten haben es aber die Ärzte und das Pflegepersonal verdient, denn die kämpfen für alle
unsere Verwandten, die in Lebensgefahr sind.

Donnerstag, 9.4.2020

Das Positive im Corona-Virus sehen!

Raphael Stettler, Klasse 6e, Männedorf

Momentan wütet das Corona-Virus. Am Anfang haben sich alle gefreut, dass wir keine Schule hatten. Aber nach der ersten Woche wurde es langsam langweilig. Ausserdem machen wir uns Sorgen um die Verwandten.

Bei uns in der Familie zum Beispiel hatte mein Cousin, der im Spital als Pfleger arbeitet, das Corona-Virus drei Wochen lang. Zum Glück ging dann alles gut und es passierte nichts. Wir machten uns einfach Gedanken: Was wäre passiert, wenn er auf Besuch bei seinen Eltern, diese angesteckt hätte und…?

Solche Sachen sollten wir uns aber nicht überlegen, denn so wird es nur noch schlimmer. Stattdessen sollten wir auch an die Vorteile denken, denn jetzt ist die Familie für längere Zeit vereint und wir können auch mal wieder ein Karten-Spiel zusammen machen. Man kann auch mit seinen Geschwistern was machen. Und denken wir daran: Alles hat ein Ende, auch das Corona-Virus!

Auch Mal Danke sagen

Ileana Steinegger, Klasse 6e, Männedorf

Ich finde, dass es in unserer Corona - Krise auch mal Zeit ist, danke zu sagen! Es ist eine ausserordentlich schwere Zeit, deshalb haben alle Menschen, die jetzt arbeiten, ein riesengrosses Dankeschön verdient!

Zum einen gilt das für die Menschen, die jetzt in den Spitälern arbeiten, aber auch für die Leute, die sich jetzt in den Supermärkten abmühen und darauf achten, dass alle genug zu essen haben.

Aber, meiner Meinung nach, auch mal ein Danke haben die Lehrer und Lehrerinnen verdient! Ich meine, stellen Sie sich das mal vor: Eine Lehrperson die ihre Klasse zwar unterrichtet, aber trotzdem allein ist im Klassenzimmer! Das nimmt einem jede Freude, wenn man seine Schulkinder über Wochen nur auf dem Bildschirm sieht.

Deshalb finde ich, sollte nach den Ferien die Schule wieder beginnen. Es kann auch gestaffelt sein, aber meiner Meinung nach ist es Zeit, dass auch unsere Lehrer und Lehrerinnen endlich mal wieder ihre Schüler zu Gesicht bekommen!

Kurzes Corona/Ostern-Gedicht

Zornitsa Petseva, Klasse 6e, Männedorf

Corona, Corona, Corona!

Fast jedes zweite Wort ist Corona.

Aufgrund dieses Virus haben wir fast die Osterzeit und die Feiern vergessen. Niemand ist in einer feierlichen Stimmung.

Ich habe deswegen dieses kurze Gedicht geschrieben, um euch ein bisschen von der Sache wegzulocken und euch in Osterstimmung zu versetzen.

Kurzes Corona/Ostern-Gedicht

Alle sind von diesem Virus besessen,

dabei haben wir fast Ostern vergessen!

Sie ist eine wichtige Feier und sollte zusammen gefeiert werden,

hoffen wir, dass wegen der Krise die Osterhasen nicht sterben!

Es ist an der Zeit, die Eier zu verzieren

und sich danach beim Suchen zu konzentrieren!

Viel Schokolade zu essen

und mal das Virus zu vergessen!

Auch nur zuhause wird die Feier toll,

sogar unvergesslich und wundervoll!

Die Grosseltern darf man zwar nicht besuchen,

aber man kann es ja immer noch später versuchen.

Nudeln stehen auf dem Tisch,

die sind auf jeden Fall nicht frisch!

Man sollte sich jetzt keine Sorgen um Corona machen,

sondern sich auf die Festtage freuen und lachen!

Wir hoffen es sind nur noch wenige Tage,

in dieser schlimmen Lage.

Und in der Tat, kommt immer wieder diese Frage:

Wie lange geht es denn noch so?

Wir wollen in die Schule

und nicht zuhause eingesperrt sein, wie im Zoo

Dienstag, 7.4.2020

Wir sehen auch die positiven Momente

Zornitsa und Orisha, Klasse 6e, Männedorf

Wir wollen über das Corona-Virus schreiben, weil wir finden, dass Sie eine Ablenkung verdient haben von diesem ganzen Corona-Drama. Wir wollen Ihnen zeigen, dass das Corona-Virus auch gute und nicht nur schlechte Seiten haben kann.

Niemand konnte vorhersehen oder hätte gedacht, dass es zu so einer Krise kommen würde, dass ein kleines Virus die Welt auf den Kopf stellen könnte.

Die Menschen sind schon so weit entwickelt und herrschen über die Welt. Dabei haben sie aber völlig vergessen, wie es sich anfühlt, an der Stelle von Tieren zu sein und um das Leben kämpfen zu müssen. Diese schwierigen Zeiten sind nicht schön, aber sie haben auch etwas Gutes: Sie bringen die Menschen zu Verstand: Dazu, sich umeinander zu kümmern und die Arbeit mal auf der Seite zu lassen. Die Eltern haben eine Chance, mehr Zeit mit den Kindern zu verbringen. Und die Familien können wieder einmal etwas zuhause unternehmen. Die Kinder sitzen nun zwar mehr vor dem Computer als sonst, aber sie nutzen ihn nun als sinnvolles Werkzeug, nicht als Spielzeug. Dadurch, dass die meisten Flüge gestrichen worden sind, ist die Luft und die Umgebung viel frischer. Die Kühlschränke sind voller Essen, wie für eine Party vorbereitet, und wenn man sie aufmacht, hat man eine schöne Nudelfrisur.

Die Menschen werden fauler und laufen den ganzen Tag im Pyjama herum. Vielleicht ist das auch gut, man muss dann weniger Kleider kaufen. Und auch wenn es niemand dachte, wurden viele von uns klopapiersüchtig. Die Menschen wollen das Virus nicht, klar, aber es musste uns etwas den richtigen Weg zeigen und uns davon abhalten, unsere Heimat weiter zu zerstören. Erst jetzt verstehen vielleicht manche Leute, wie es ist, zuhause eingesperrt zu sein.

Hoffentlich dauert es nicht mehr lange, bis wir wieder frei sind und die Natur geniessen können! Wir bleiben zusammen und werden das Virus gemeinsam überstehen, zusammen sind wir stark und können alles! Und wir glauben fest daran, dass uns das eine Lehre ist und wir nach dem Virus unsere Erde mehr zu schätzen wissen als bisher.

Die Sicht der Kinder

Christian Müller, Klasse 6e, Männedorf

Viele Menschen haben Bekannte, Freunde oder Familienangehörige wegen des Coronavirus verloren oder können sie zurzeit nicht besuchen. Wir finden das Corona-Virus auch blöd und sinnlos, aber es ist nun halt so, dass auch wir Menschen einmal spüren, wie es ist, wenn man keine Macht hat. Wir behandeln die Natur und die Tiere ja auch so und tun so, als wären wir die Wichtigsten auf der Welt, obwohl die Menschen ja auch nur ein kleiner unbedeutender Teil der Welt sind.

Wir überlegen uns Tag für Tag: Was wäre, wenn das Coronavirus plötzlich für alle Altersgruppen tödlich würde? Was, wenn es schlimmer als die Pest würde? Aber genau genommen ist es diese Angst, diese Panik, die das Virus immer weiterverbreitet und es grösser macht als es notwendig wäre.

Und, wir Kinder dürfen und können nichts dazu sagen, obwohl es uns am meisten betrifft. Wir kommen nach den Sommerferien in die Sek und beim Homeoffice geht so viel verloren: So viel Stoff, so viel Übung und so viel Kontakt mit den Klassenkameraden. Das ist einfach traurig und schade!

Wir sehen unsere besten Freunde, die wir seit drei oder sogar sechs Jahren kennen und bisher fast täglich gesehen haben, seit Wochen nur noch am Bildschirm. Und, mal ehrlich gesagt, das kann es einfach nicht sein! Es gibt 1,9 Milliarden Kinder, die unter 15 Jahre alt sind, und viele davon haben zurzeit keine Schule mehr oder befinden sich in der Ausgangssperre.

Natürlich: Für die Natur ist es im Moment ziemlich gut. Aber die Natur wird sich immer wieder erholen, wir können sie gar nicht ganz zerstören. Sie kommt immer wieder. Es wäre nur schön, wenn wir dann auch noch da wären!

Wir müssen unbedingt alle Regeln im Kampf gegen das Corona-Virus einhalten. Es ist aber für uns Kinder genauso wichtig, dass die Politik sich Lösungen überlegt, so dass wir die restliche Zeit der Schule bis zu den Sommerferien normal verbringen können.

Unser grösster Wunsch

Tim Kneller, Klasse 6e, Männedorf

Liebe «Schulverantwortliche»

Wir möchten Ihnen mit diesem Text nur eine einzige Nachricht mitteilen.

Wir verstehen ja gut, dass wir nicht in die Schule gehen können, sondern zuhause Fernlern-Unterricht haben. Wir finden das auch gut, weil es sonst fast zu einem Untergang der Welt führen würde.

Aber, lassen Sie uns nach den Frühlingsferien bitte wieder in die Schule! Machen Sie die Regeln in der Schule oder auch sonst, strenger, einfach so streng, dass wir nach den Frühlingsferien wieder in die Schule gehen können! Denn wir wollen unbedingt ins Klassenlager und unsere Klassenkameraden noch einmal sehen, bevor wir Ende der 6. Klasse auseinander gehen! Auch einen Abschluss wollen wir unbedingt machen!

Wir glauben, Sie wissen gar nicht wie wichtig das uns ist, jedenfalls wichtiger als (fast) alles, was wir bis jetzt hatten. Wir hoffen, Sie hatten auch mal so eine coole Klasse, denn dann werden Sie es verstehen! Wir würden einfach alles dafür tun!

Wenn es nach den Frühlingsferien sehr dringend ist, dass wir die Schulschliessungen noch einmal verlägern, dann BITTE NICHT BIS ZU DEN SOMMERFERIEN!

Wenn das wirklich nicht möglich ist, könnten Sie unserer Lehrerin ja erlauben, dass wir trotzdem irgendwann, wenn die Coronakrise vorbei ist, ein Klassenlager durchführen können. Und sonst lassen sie alle Klassen ein halbes Jahr wiederholen.

Wir hoffen, Sie können irgendetwas von unseren Vorschlägen übernehmen, damit wir das Klassenlager und den Abschluss der 6. Klasse machen können. Wenn sie andere Vorschläge haben, müssen die so sein, dass wir das Klassenlager trotzdem durchführen können!

WIR HOFFEN, SIE VERSTEHEN, WAS WIR DAMIT SAGEN WOLLEN UND WIR HOFFEN, DASS SIE UNS VERSTEHEN!

Wir hoffen, Sie können unseren Wunsch/Traum erfüllen! Wir bedanken uns hier und jetzt schon mal, weil wir auf Sie zählen!

Wir sind alle betroffen von Corona!

Eline Obrist, Klasse 6e, Männedorf

Das Coronavirus war lange nur etwas, worüber man gelacht hat, aber doch ist es jetzt hier und wir alle sind betroffen!

Wir Schulkinder zum Beispiel sitzen zu Hause, dürfen unsere Freunde nicht mehr sehen, langweilen uns und haben Homeschooling.

Wir als Sechstklässler können im schlimmsten Fall nicht einmal unsere Abschlussfeier machen, geschweige denn das Klassenlager!

Die Spitäler sind voll und die Ärzte kämpfen täglich um mehr und mehr Menschenleben. Deshalb ist es besonders wichtig, auf andere Menschen zu schauen und zuhause zu bleiben! Nicht nur auf ältere und immungeschwächte Menschen, es gibt teilweise auch Menschen die nichts dergleichen sind und trotzdem in Lebensgefahr schweben.

Es geht ja nicht in erster Linie darum, uns persönlich zu schützen, sondern auch alle anderen Menschen da draussen. Je weniger Menschen wir noch anstecken, desto schneller ist der Wahnsinn auch wieder vorbei!

Sicher gibt es auch sehr viele gute Seiten an Corona. Ich denke, wir geben in diesem Wahnsinn der Welt auch wieder mehr Raum um zu atmen, sich zu erholen, nach all dem, was wir ihr die letzten Jahre über beschert haben. Nur schon die gestrichenen Flüge sind sehr positiv für die Welt.

Wir hören immer wieder von Hamstereinkäufen oder dass Desinfektionsmittel aus Spitälern geklaubt wird. Also, das ist völlig unnötig, der Bund sorgt schon dafür, dass niemand in Quarantäne verhungert!

Wir hoffen, wir alle lernen aus dem Coronavirus. Nämlich: So etwas nächstes Mal schneller ernst zu nehmen, aber nicht gerade in Panik auszubrechen sondern Ruhe zu bewahren und auf genaue Anweisungen des Bundes zu warten! Und, diese Anweisungen dann einzuhalten! Jetzt gerade gilt einfach: Rücksicht nehmen, sich an die Vorschriften halten und nie vergessen: CORONA GEHT VORBEI, WENN WIR ES ERNST NEHMEN UND UNS UND ALLE ANDEREN SCHÜTZEN!

Zornitsa Petseva, Klasse 6e, Männedorf

Das Jahr 2020 werde ich niemals vergessen

Alle zuhause, im Laden gibt`s fast kein Essen.

Die Regale im Laden sind leer,

die Fische schwimmen im sauberen Meer.

Die Leute ab 60 lassen sich nicht blicken,

die Aufträge kann man jetzt nur noch per Foto schicken.

Wir kämpfen zusammen und retten die Welt,

um das auszuführen, wird jeder zum Held.

Krankenhäuser, Spitäler, alles ist voll,

das findet keiner mehr toll!

Ärzte stehen neben den Betten bereit,

und sind in jeder Situation so weit.

Home-Office steht auf dem Programm,

da ist man zuhause vor dem Bildschirm und hat immer warm.

Abstand halten, im Haus bleiben, Berührungen vermeiden,

Hände waschen, in den Ellbogen husten,

dazu wäre es niemals gekommen,

wenn wir schon früher darüber Bescheid wüssten.

Es ist noch kein Gegenmittel erfunden,

nach draussen geht man am Mund verbunden.

Die Anzahl der Kranken wird immer grösser,

einzelne Länder brechen Rekorde und Schlösser.

Wir hoffen so sehr, das Virus geht bald vorbei,

und dann sind wir endlich wieder frei!

Schulen und Geschäfte werden aufgemacht,

wir treffen unsere Freunde und besprechen:

wer hat die Ferien, wie verbracht!?

Nicht nur die Wirtschaft ist betroffen

Am Anfang war das Thema „Corona-Virus“ in der Schule sehr lustig, denn alle erzählten Witze über das Coronavirus oder schickten Videos umher. In den zwei Wochen, bevor die Schulen geschlossen wurden, mussten wir uns immer, wenn wir am Morgen rein- oder aus der Pause gekommen sind, die Hände waschen. Das war einerseits lustig, andererseits haben wir nur zwei Wasserhahnen beim Waschbecken und es geschah, dass es eine riesige Warteschlange beim Eingang des Schulzimmers gab.

Als wir dann am Freitagnachmittag aus der Schule nachhause gingen, kam kurze Zeit später die Info, dass alle Schulen ab sofort geschlossen waren. Zuerst war der Gedanke keine Schule zu haben cool, doch es war den meisten auch schon klar, dass wir vermutlich nicht sechs Wochen lang Ferien haben würden.

Das Coronavirus betrifft ja die ganze Welt, doch insbesondere auch uns Schulkinder! Wir haben zwar Schule von zuhause aus, aber die ist nicht mit der normalen Schule zu vergleichen. In der Schule trifft man sich mit Freunden, hat mehr Erklärungen und Abwechslung und legt jeden Tag ein paar Meter auf dem Schulweg und in der Pause zurück. Jetzt geht man nicht mehr automatisch raus, und wir werden «gemütlich».

Wir sind uns fast sicher, dass in der Schweiz in den nächsten zwei Wochen die Ausgangssperre erklärt wird, auch wenn wir es uns nicht wünschen. Denn leider haben wir unsere Freunde nun seit drei Wochen nur auf Bildschirmen gesehen und nicht mehr treffen können! Wir hoffen sehr, dass wir nach den Frühlingsferien bald wieder Schule haben, spätestens aber vor dem Klassenlager, denn das ist unserer Klasse und auch mir sehr wichtig!

Felix Keller, Klasse 6e, Männedorf

Einer für alle, alle für einen

Ileana Steinegger, Klasse 6e, Männedorf

Vor ein paar Monaten brach das Corona Virus in China aus. Wir in der Schweiz haben uns alle erst über das scheinbar so harmlose Virus lustig gemacht. Wir haben die Folgen nicht kommen sehen und das Virus gewaltig unterschätzt. Doch nun zeigt das Virus seine Auswirkungen auf unser gesamtes Leben. Fest steht: Die Welt steht Kopf!

Wenn wir mal ganz ehrlich sind, wer hätte schon gedacht, dass dieses vermeintlich kleine Virus, das am anderen Ende der Welt ausgebrochen ist, solche Auswirkungen auf unser Land hat? Richtig, niemand!

Jetzt heisst es Homeoffice für die Erwachsenen, nur noch rausgehen wenn wirklich nötig und für die Kinder heisst es Fernlern-Unterricht.

Es ist nun bereits die dritte Woche, in der wir Schüler und Schülerinnen uns mit dem ganzen Homeschooling-Kram herumschlagen müssen. Am Anfang war es vielleicht noch cool, aber jede Medaille hat zwei Seiten. So zeigen sich nun auch die Schattenseiten des Homeschoolings. Was soviel bedeutet wie, technische Pannen mit IPad und anderen elektronischen Geräten oder auch, dass wir jetzt nun seit drei Wochen unsere Freunde nur noch per Telefon erreichen. Alles andere wurde verboten. Klar, wenigstens haben wir Dank den modernen Erfindungen wie Handy, Laptop, etc… das Privileg, mit unseren Freunden zu skypen oder Videochat zu machen. Aber es ist nicht dasselbe, wie wenn man sie wirklich treffen kann.

Aber das ist noch nicht alles: Vor allem für die Klassen, die einen Übertritt in eine neue Stufe vor sich haben, steht einiges auf dem Spiel. Sei es ein Abschluss, ein Klassenlager oder die letzte gemeinsame Zeit als Klasse! All dies kann nicht mehr stattfinden, wenn wir uns nicht bald zusammenreissen und das Virus gemeinsam bekämpfen!

Aus diesem Grund fordern wir alle Menschen auf: Helft uns dabei, wieder in die Schule gehen zu dürfen! Nur mit der Mithilfe aller Menschen kann uns gelingen, was wir erreichen wollen!

Einer für alle, alle für einen!

Hasi Song

Original-Hasi-Song

Id Schuel gömmer immer oder meischtens mit Elan

und losed eusem Lehrer zue, will dä isch voll spontan.

Eusi Buddies träffed mer uf em Pauseplatz,

dänn eusi Fründschaft i dä Schuel isch en wahre Schatz.

Mängisch tuen ich gaagele - uf mim chlinä Stuehl

doch dänn chunt d’Lehrerin und seit: „Jetzt isch entli mal Rueh!“

Ich wett trotzdem nöd hiilose und flüüge uf dä Kopf

Chrankewage, Rega - oh ich arme Tropf.

Das isch s’Hasi - da fühl ich mich toll.

Täglich mini Fründe zgse

da freu ich mich voll!

Das isch’s Hasi - da bin ich dihei

und au a schlächte Täg,

stahn ich nie ällei.

Räuber und Bullä das isch euses Lieblingsspiel.

D’Räuber sind zwar gschnäll aber d’Bullä wie en Pfiil.

Eis, zwei Gfangni hemmer scho, es lüüted jetzt dänn inä,

ach wie schad, mir würed gern na länger wiiter spilä.

Euses Schulhuus isch so gross, mä chan sich schnäll verlaufe.

Uf und ab und rächts und links, wenn’s kännsch chasch andre hälfe.

Hasifäscht du machsch mir Spass, d’Stimmig isch dä Brüller,

eimal immer all drü Jahr isch das dä grossi Knüller!

Chorus

Dä Hasisong isch mega cool, - er isch euses Werk

drum singed mir ihn immer luut und au us ganzem Herz.

Es gmeinsams Lied, das isch doch so, das hebt eus alli zämä,

au wenn ich weiss, es glingt mir nöd, vo allne d’Nämmä z’kännä.

Chorus 2x

+++++++

Corona-Hasi-Song

Id Schuel gömmer nümm will s’git etz Corona

in Karantäne dörf mer nümm uf Bsuech zu Opa & Oma

D’Bundesrät händ’s Oberhaupt etz i eusem Land,

und WC rollä werded gchlaut mit de blosse Hand.

Es git nur no Nudle, ufem Mittagstisch

mer sötti nöd so hudle de Fisch isch doch no frisch!

Dose gits nur wenig, doch alli wänd no meh!

Die sind 10 Jahr haltbar, ich chas wie nümme gse!

Karantäne, ich fühl mich wie’n Troll

Nümme mini Fründe zgseh

s’Fass isch jetzt dänn voll!

Das isch Züri- da bin ich dihei

Und au a guetä Täg,

stahn ich jetzt ällei.

Dähei Umesitze das isch euses Lieblingsspiel.

S‘internet isch z’langsam das isch Fakt.

Zwei- drütuusig Agsteckti, das isch sicher zvill!

und ide Schwiiz isch Panik da, im Sekundetakt!

Eusi Erde isch so gross, mä chan sich schnäll verlaufe

Uf und ab und rächts und links, wenn sie kännsch chasch andre hälfe.

Corona du nimsch dä Spass, d’Stimmig isch am Bodä,

und wenn nümm gasch ällei eweg, denn tüemer dich halt müllä

Karantäne, ich fühl mich wie’n Troll

Nümme mini Fründe zgseh

s’Fass isch jetzt dänn voll!

Das isch Züri- da bin ich dihei

Und au a guetä Täg,

stahn ich jetzt ällei.

Dä virus dä isch mega dumm, - er isch euses Werk

drum bhaltet mer eus d’Lunge gsund und au s ganze Herz.

Ällei degäge z‘kämpfe das isch so, das hebt eus alli zämä.

au wenn ich weiss, es glingt mir nöd, all die Vire z’känne

Karantäne, ich fühl mich wie’n Troll

Nümme mini Fründe zgseh

s’Fass isch jetzt dänn voll!

Das isch Züri- da bin ich dihei

Und au a guetä Täg,

stahn ich jetzt ällei.