16.09.2020 05:55

Donald Trump wollte Assad ausschalten«Lasst ihn uns, verdammt nochmal, töten»

Donald Trump wollte, nach eigenen Angaben, Baschar al-Assad 2017 töten. Nur der damalige Verteidigungsminister James Mattis habe dies verhindert. Bisher hatte der US-Präsident Attentatspläne stets abgestritten.

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Donald Trump sprach gegenüber «Fox News» über ein Zitat aus einem Buch über ihn.

Donald Trump sprach gegenüber «Fox News» über ein Zitat aus einem Buch über ihn.

Keystone
 Dabei bestätigte er erstmals, dass er den syrischen Machthaber Baschar al-Assad 2017 habe töten lassen wollen.

Dabei bestätigte er erstmals, dass er den syrischen Machthaber Baschar al-Assad 2017 habe töten lassen wollen.

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Bisher hatte er die Passage aus dem Buch stets abgestritten.

Bisher hatte er die Passage aus dem Buch stets abgestritten.

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Darum gehts

  • Donald Trump bestätigte auf «Fox News», dass er 2017 die Absicht hatte, Assad töten zu lassen.
  • Bisher hatte Trump stets behauptet, ein Anschlag auf Assad sei nicht einmal besprochen worden.
  • Verteidigungsminister Mattis habe die Tötung Assads aber nicht anordnen wollen.

US-Präsident Donald Trump hat erstmals bestätigt, dass er den syrischen Machthaber Baschar al-Assad schon 2017 töten lassen wollte. Lediglich sein damaliger Verteidigungsminister James Mattis habe sich diesem Vorhaben widersetzt, erklärte Trump am Dienstag (Ortszeit) dem US-Sender «Fox News». «Ich hätte ihn lieber ausgeschaltet. Ich hatte ihn schon so weit», sagte Trump. «Aber Mattis wollte es nicht tun.» Im gleichen Atemzug bewertete er Mattis in der Sendung «Fox & Friends» als «höchst überbewerteten General».

«Lasst uns, verdammt nochmal, eine Menge von ihnen töten.»

US-Präsident Donald Trump

Trump wurde angesprochen auf eine Passage in dem Buch «Fear» (Angst) des Autors Bob Woodward. Darin heisst es: «Lasst uns ihn, verdammt nochmal, töten. Lasst uns hineingehen. Lasst uns, verdammt nochmal, eine Menge von ihnen töten.»

Mit diesem Bekenntnis widerlegte Trump eigene Aussagen zu Attentatsplänen gegen Assad aus dem Jahr 2019. Damals hatte Trump einer Passage aus einem Buch eines Reporters der «Washington Post» über mögliche Anschlagspläne gegen den syrischen Machthaber energisch widersprochen. Ein Anschlag sei «nicht einmal besprochen worden», sagte der US-Präsident damals.

«Ich hätte ihn ausschalten können, aber Mattis war dagegen»

US Präsident Donald Trump

Er bedaure nicht, dass es nicht zu einem Angriff auf Assad gekommen sei, sagte Trump weiter in seinem Gespräch mit «Fox». Er hätte aber «damit leben können», fügte er hinzu. «Ich habe ihn sicherlich nicht als guten Menschen betrachtet, aber ich hätte ihn ausschalten können, wenn ich gewollt hätte, aber Mattis war dagegen.» Mattis sei «gegen das meiste von dem Zeug» gewesen.

Trump erinnerte daran, dass nach dem Rücktritt Mattis› 2018 zwei führende Extremisten bei US-Angriffen getötet wurden. Der Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat, Abu Bakr al-Bagdadi, starb 2019, in diesem Jahr wurde der iranische General Ghassem Soleimani getötet. «Ich habe Soleimani ausgeschaltet, habe al-Bagdadi ausgeschaltet», sagte Trump. «Das waren zwei der grössten Terroristen.»

(SDA/ore)

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