«LastExitFlucht»: Flüchtlinge als Online-Game-Figuren
Aktualisiert

«LastExitFlucht»: Flüchtlinge als Online-Game-Figuren

Das Uno-Flüchtlingskommissariat hat ein deutschsprachiges Online-Spiel gestartet, mit dem man das Schicksal von Flüchtlingen nachempfinden kann.

In insgesamt zwölf Stationen muss der Spieler bei «LastExitFlucht» unter Zeitdruck lebenswichtige Entscheidungen fällen: Was nehme ich mit auf die Flucht? Was sage ich zum gewaltbereiten Soldaten beim Verhör? Welcher Weg führt mich gefahrlos aus der Stadt? Soll ich mich einem Schlepper anvertrauen?

Wer Krieg, Verfolgung und Flüchtlingslager überstanden und wirklich Asyl bekommen hat, muss dann in einem fremden Land ganz von vorne anfangen – ohne Sprachkenntnisse, ohne Freunde, ohne Job, dafür aber ständig mit Vorturteilen konfrontiert.

«Angesichts der seit vielen Jahren sinkenden Asylantragszahlen haben immer weniger Jugendliche in der Schweiz, Deutschland oder Österreich eine persönliche Erfahrung mit Menschen auf der Flucht. Mit dem Game sollen sie zumindest virtuell einmal in die Haut eines Flüchtlings schlüpfen können», so ein UNHCR-Sprecher.

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