Latino-Staaten verbünden sich gegen die USA

Aktualisiert

Latino-Staaten verbünden sich gegen die USA

Die Staatschefs von Kuba, Venezuela und Bolivien haben ein ausdrücklich gegen die Bemühungen der USA gerichtetes Handelsabkommen geschlossen.

Der von dem Trio unterzeichnete Vertrag richtet sich gegen die US- Pläne für eine panamerikanische Freihandelszone. Ausserdem schlossen die drei Nationen einen «Volkshandelsvertrag», der eine Erhöhung der venezolanischen Öl- und Gasexporte nach Bolivien vorsieht. Venezuela unterstützt auch die kubanische Wirtschaft mit Öllieferungen.

Peru, Ecuador und Kolumbien fürchten, mit dem Dreier-Gipfel könnte der von ihnen zusammen mit Bolivien gebildeten Andengemeinschaft ein neuer Schlag drohen.

Venezuela war in der vergangenen Woche aus dem Wirtschaftsverbund ausgetreten, weil die anderen Mitgliedstaaten mit den USA bilaterale Freihandelsabkommen geschlossen hatten. Beobachtern zufolge könnte Chávez nun auch Morales von solch einem Austritt überzeugen wollen. Das linksgerichtete Präsidententrio eint eine scharf gegen die USA zielende Politik.

Derweil beorderte Peru aus Protest gegen Chávez seinen Botschafter aus Venezuela zurück. Chávez habe sich «wiederholt und in unerträglicher Weise» in die inneren Angelegenheiten Perus und den Wahlkampf eingemischt, sagte der peruanische Präsident Alejandro Toledo zur Begründung. (sda)

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