Nass und stürmisch: Lauberhorn-Abfahrt wird auf Sonntag verschoben
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Nass und stürmischLauberhorn-Abfahrt wird auf Sonntag verschoben

Regen, Sturm, graue Wolkendecke: Weil die Wetterprognosen für Samstag schlecht aussehen, ändern die Organisatoren den Terminplan für Wengen.

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Sonntag, 18. Januar 2015Hannes Reichelt triumphiert in Wengen. Der Österreicher gewinnt die Traditionsabfahrt am Lauberhorn.

Sonntag, 18. Januar 2015Hannes Reichelt triumphiert in Wengen. Der Österreicher gewinnt die Traditionsabfahrt am Lauberhorn.

AFP/Fabrice Coffrini
Beat Feuz muss sich mit dem zweiten Rang begnügen. Der Berner zeigt aber eine starke Leistung.

Beat Feuz muss sich mit dem zweiten Rang begnügen. Der Berner zeigt aber eine starke Leistung.

urs Lindt/freshfocus
Genau so wie Carlo Janka, der nach seinem Kombi-Sieg am Freitag zwei Tage später wieder aufs Podest fährt und sich den dritten Rang sichert.

Genau so wie Carlo Janka, der nach seinem Kombi-Sieg am Freitag zwei Tage später wieder aufs Podest fährt und sich den dritten Rang sichert.

Keystone/AP/Giovanni Auletta

Präsentierte sich gestern die Schweiz noch unter strahlend blauem Himmel, ist es heute vorbei mit der Herrlichkeit: Eine graue Wolkendecke überzieht das Land, stürmische Böen und teilweise kräftiger Regen vermiesen den Start in den Tag.

Klaus Marquardt von Meteonews erklärt: «Nördlich von der Schweiz herrscht derzeit ein ziemlich dynamischer Tiefdruckkomplex. Heute wurden wir nun von einer Kaltfront gestreift.» Aprilwetter sei heute zwar als Begriff verfehlt, aber «sehr wechselhaft» treffe den Tag ziemlich genau. «Es kann sogar teilweise Blitz und Donner geben», sagt der Meteorologe.

Heute wüst, morgen süss

Nicht nur die Niederschläge, auch der Wind macht Schweizer Schöngeistern zu schaffen. Heute kann es laut Meteonews im Flachland bis zu 70 km/h starke Windstösse geben. Auf exponierten Lagen wie Kuppen und in den Bergen sind Sturmböen zu erwarten. Nur das Tessin und das Bündnerland werden heute von der Wetterverschlechterung etwas verschont.

Entwarnung gibts wenigstens für die nächsten Tage: Es bleibt nicht derart grässlich. Morgen ist laut Klaus Marquardt eine deutliche Beruhigung zu erwarten. Es bleibe zwar bewölkt, gegen Nachmittag könne an einigen Stellen aber gar die Sonne ein ersehntes Comeback feiern. Dennoch warnt er vor Euphorie: «Einzelne Tropfen sind nicht ausgeschlossen.»

Muss die Abfahrt abgesagt werden?

Skifans müssen nun ganz stark sein: Für Samstag, den Tag des Skifests in Wengen, stehen die Vorzeichen ganz schlecht. «Es wird eine Menge Neuschnee in der Nacht auf Samstag geben, den es aber nicht verblasen wird», warnt Marquardt. «Den Schnee von einer so langen Strecke zu bringen, wird ein schwieriges Unterfangen.» Zudem werde es am Samstag den ganzen Tag in rauen Mengen weiterschneien. «Es wird ein richtig ‹grusiger› Tag», sagt der Meteorologe.

Für Sonntag sehe es zwar etwas besser aus, aber für verlässliche Prognosen sei es noch zu früh. «Aus heutiger Sicht bin ich sehr skeptisch, dass die Abfahrt am Samstag stattfinden kann.»

Slalom statt Abfahrt am Samstag

Das Wengener Organisationskomitee hat am Mittwochnachmittag auf die düsteren Aussichten reagiert und eine Änderung des Terminplans vorgenommen. Der Abfahrtsklassiker wird nun am Sonntag um 13.00 Uhr gestartet, der Slalom am Samstag beginnt um 09.45 Uhr (1. Lauf), der 2. Lauf geht ab 12.30 Uhr über die Bühne. Die Superkombination findet weiterhin am Freitag (10.30 Uhr) statt.

Am Mittwoch fand derweil kein Abfahrtstraining statt. Die zweite Trainingsfahrt war frühzeitig auf den Donnerstag gelegt worden. Wie in den Prognosen angekündigt, herrschte am Mittwoch in Wengen schlechtes Wetter.

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