Lauberhorn-Rennen: So will Urs Näpflin zum Maskentragen animieren
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Rennen stehen bevorSo will Lauberhorn-OK nach der Adelboden-Party zum Maskentragen animieren

Im Berner Oberland wird weiter Ski gefahren. Für die Athleten wurde ein strenges Corona-Schutzkonzept eingeführt. Eine Durchmischung mit Touristen soll vermieden werden .

von
Sven Forster
(aus Wengen)

Darum gehts

  • Die Lauberhorn-Rennen stehen vor der Tür.

  • Nach dem Zuschauer-Aufmarsch in Adelboden steht Wengen besonders im Fokus.

  • OK-Präsident Urs Näpflin erklärt das Sicherheitskonzept.

Die Bilder von Adelboden gingen um die Welt. Tausende Besucher und Besucherinnen, kaum jemand mit Maske, feuerten in Pandemie-Zeiten die Skirennfahrer am Chuenisbärgli an. Ösi-Star Manuel Feller, der zwei Mal Zweiter wurde in Adelboden (im Riesenslalom und im Slalom) sagte gar etwas scherzhaft: «Die Schweizer versuchen an einem Wochenende alle zu durchseuchen.»

Nun stehen bereits die nächsten Rennen im Berner Oberland auf dem Programm. Dieses Mal allerdings in Wengen. In Adelboden kritisierten einzelne Fahrer, dass man zu nahe am Publikum war. Laut Lauberhorn-OK-Präsident Urs Näpflin wird das in Wengen nicht der Fall sein, wie er im Gespräch mit 20 Minuten sagt: «Wir haben komplett separate Zu- und Abgänge in allen Bereichen. Die Athleten sind komplett getrennt vom Publikum.»

Keine Vermischung der Zuschauer mit den Athleten

Sowieso, die Fahrer würden sich im kleinen Bergdorf auch nicht mit den Zuschauerinnen und Zuschauern vermischen. Für den Transport wurden deshalb auch Extrazüge organisiert. Näpflin: «Die Athleten müssen sich auch daran halten, dass man die Extrazüge nimmt, die man organisiert und nicht einfach irgendwelche Züge. Aufs Wochenende wird es funktionieren.» Das Hotelpersonal wurde vor dem Wochenende nochmals getestet. Näpflin ist sich sicher: «Wenn die Teams und Athleten mitmachen, können sie sich sicher aufhalten in Wengen.» Sogar bei den Siegerehrungen wird es keinen grossen Kontakt geben, so Näpflin: «Die Gewinner haben einen komplett eigenen Eingang auf die Bühne.»

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Urs Näpflin, der OK-Präsident der Lauberhornrennen hat in dieser Woche besonders viel zu tun. 

Urs Näpflin, der OK-Präsident der Lauberhornrennen hat in dieser Woche besonders viel zu tun.

Sven Forster
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. 

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Sven Forster

Szenen wie im Adelbodner Zielraum wird es in Wengen sowieso nicht geben. «Wir haben schon früh unsere Tribüne im Ziel gestrichen. Dort gibt es bei uns einen 2G-Bereich mit einem Zelt», erklärt der OK-Präsident. Die meisten Besucher und Besucherinnen würden sich sowieso auf der Wengerenalp aufhalten und dort seien die Abstände einzuhalten. Näpflin hebt immer wieder die Eigenverantwortung der Skifans hervor. «Wir zählen auf die Selbstverantwortung der Fans, dass sie sich an die Vorgaben halten. Wir empfehlen dringend die Maske, wenn die Abstände nicht eingehalten werden können, führen aber keine Pflicht ein, da wir es nicht kontrollieren können.»

Potenzial bei der Eigenverantwortung

Auf die Frage, ob die Eigenverantwortung in so einem Event ausreicht, hat Näpflin eine klare Meinung: «Die Menschen müssen lernen und merken, dass es auch um ihre eigene Gesundheit geht. Man kann sich nicht einfach zwei Jahre beklagen über die Vorschriften und Regeln vom Bundesrat. Man muss lernen mit dem Virus zu leben, es muss über die Eigenverantwortung gehen.

In Zusammenarbeit mit den Speakern hat man gar einen Wettbewerb für Maskenträgerinnen und -träger ausgearbeitet. «Wir fordern sie auf eine animierende Art auf. Wir haben uns einen Wettbewerb ausgedacht, wo Leute, die die Maske tragen, einen Preis gewinnen können.» Man werde die Besucher und Besucherinnen aktiv betreuen, aber es wird keine Maskenpolizei geben.

Trotz all den Restriktionen freut sich Näpflin auf den Event, besonders, da auch das Wetter mitspielt. Beim OK rechnet man zwar mit deutlich weniger Besuchern und Besucherinnen, aber immerhin sind wieder Ski-Fans anwesend. Näpflin: «2019 hatten wir über drei Tage rund 60’000 Besucher. Derzeit rechnen wir mit 50 bis maximal 60 Prozent dieser Zahl.»

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