Aktualisiert 11.01.2012 21:47

Tiefere HeizkostenLauer Winter macht hohen Heizölpreis wett

Im Dezember wurde in der Schweiz wegen des milden Wetters 20 Prozent weniger geheizt als Ende 2010. Entsprechend tief dürften die Heizkosten ausfallen.

von
Alex Hämmerli
Dank des bisher milden Winters wurde weniger Heizöl gebraucht.

Dank des bisher milden Winters wurde weniger Heizöl gebraucht.

Der diesjährige Winter ist warm. Derart warm, dass in vielen Wohnungen und Häusern die Heizungen herunter- oder gleich ganz abgedreht werden: Laut Zahlen des Bundes musste in Schweizer Haushalten wegen dem milden Wetter im vergangenen Dezember mehr als ein Fünftel weniger geheizt werden als im Dezember 2010.

Die hohen Temperaturen sorgen dafür, dass die Heizkosten für diesen Winter tiefer ausfallen dürften als im Jahr zuvor – vorausgesetzt, uns steht nicht noch ein übermässig starker Kälteeinbruch bevor. Das bestätigt auch Anita Thanei, Präsidentin des Mieterverbands Deutschschweiz, gegenüber 20 Minuten. Die Heizpreise sind nämlich nicht so stark gestiegen, wie der Verbrauch ­gesunken ist: So kostete der ­Liter Heizöl im vergangenen Monat 1,03 Franken (bei einer Bestellmenge von 6001 bis 9000 Liter), im Dezember 2010 lag der Preis rund 15 Prozent tiefer.

Bei der kommenden Nebenkostenabrechnung könnten also viele Mieter in den Genuss einer Rückzahlung – oder zumindest einer tiefer als gewohnt ausfallenden Nachzahlung kommen. Wer vermutet, dass die tieferen Kosten vom Vermieter nicht oder nur teilweise weitergegeben werden, hat laut Mieterverband das Recht auf Einsicht der Unterlagen. Kommt es zu Unstimmigkeiten, dient das Mietamt der Gemeinde als kostenlose Schlichtungsbehörde.

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