Aktualisiert 27.12.2016 09:01

Prüfung bestandenLauriane Sallin darf jetzt Lastwagen fahren

Die Miss Schweiz zieht durch, was sie anfängt: Sie hat ihre LKW-Prüfung bestanden. Nun will Lauriane Hilfsgüter nach Marokko bringen.

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fim
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Lauriane Sallin ist die erste Miss Schweiz, die Lastwagen fahren darf. Sie hat kurz vor Weihnachten die Prüfung bestanden. Die 23-jährige Freiburgerin will mit dem Lastwagen Hilfsgüter in marokkanische Spitäler bringen.

Lauriane Sallin ist die erste Miss Schweiz, die Lastwagen fahren darf. Sie hat kurz vor Weihnachten die Prüfung bestanden. Die 23-jährige Freiburgerin will mit dem Lastwagen Hilfsgüter in marokkanische Spitäler bringen.

Lauriane Sallin
Sallin tut in ihrem Amt viel Gutes: So wurde vor wenigen Tagen eine von ihre gestaltete Skulptur für 10'000 Franken versteigert. Der Erlös kommt herzkranken Kindern zugute.

Sallin tut in ihrem Amt viel Gutes: So wurde vor wenigen Tagen eine von ihre gestaltete Skulptur für 10'000 Franken versteigert. Der Erlös kommt herzkranken Kindern zugute.

Marie Pichonnaz
Sallin setzt sich auch für Sicherheit im Strassenverkehr ein. Die Sensibilisierungskampagne «See You» der Kantonspolizei Freiburg soll Fussgänger dazu bringen, nachts und gerade im Winter helle und reflektierende Kleidung zu tragen, damit sie von Autofahrern besser gesehen werden.

Sallin setzt sich auch für Sicherheit im Strassenverkehr ein. Die Sensibilisierungskampagne «See You» der Kantonspolizei Freiburg soll Fussgänger dazu bringen, nachts und gerade im Winter helle und reflektierende Kleidung zu tragen, damit sie von Autofahrern besser gesehen werden.

Kantonspolizei Freiburg

Da hat sich Lauriane Sallin selbst ein kleines Geschenk gemacht: Gerade noch vor Weihnachten hat die Miss Schweiz die Lastwagenprüfung bestanden. Sie sei nervös gewesen, sagt Lauriane zu 20 Minuten: «Ich bin umso glücklicher, dass ich es geschafft habe.» Sie könne nun die freien Tage zum Jahresende im Kreis der Familie so richtig geniessen.

Die 23-Jährige hat sich der Herausforderung mit einem hehren Ziel vor Augen gestellt: Sie will Hilfsgüter nach Marokko transportieren. «Meiner Abenteuerfahrt steht nun ‎nichts mehr im Weg.»

«In den Spitälern fehlt es an den einfachsten Dingen»

Sallin war im Rahmen ihrer Wohltätigkeitsarbeit schon öfter im nordafrikanischen Land. «In den Spitälern fehlt es dort an den einfachsten Dingen – von Möbeln bis hin zu Werkzeugen für den OP-Saal», sagt sie. Die Organisation des Transports von Hilfsmitteln sei oft problematisch.

Deshalb habe sie vorgeschlagen, sich gleich selbst hinters Steuer zu setzen und gesammelte Güter nach Marokko zu bringen. Vorgesehener Reisetermin: im März.

Weil eine Fahrschule Sallins Engagement unterstützt, konnte sie die Prüfung kostenlos absolvieren. Dass eine Frau einen tonnenschweren Laster fährt, findet sie übrigens normal. «Es wäre schön, wenn die Gesellschaft nicht mehr zwischen Frauen- und Männersache unterscheiden würde.»

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