Lausanne: Demo gegen «Flamme der Schande»

Aktualisiert

Lausanne: Demo gegen «Flamme der Schande»

Rund 200 Demonstranten haben heute Abend vor dem Olympischen Museum in Lausanne demonstriert. Sie kritisierten das dort stattfindende Fest aus Anlass der Entzündung der Olympischen Flamme, die die Protestierenden als «Flamme der Schande» bezeichneten.

Viele Unterstützer des Tibet sowie einige Tibeter waren einem Demonstrationsaufruf gefolgt. «Keine Olympische Flamme in Tibet», war auf Plakaten zu lesen.

An den Präsidenten des Internationalen Olympischen Kommitees (IOC) Jacques Rogge gerichtet war die Parole «Herr Rogge, ihr Schweigen tötet Tibeter». Die Demonstranten forderten auch einen Boykott der Eröffnungszeremonie in der chinesischen Hauptstadt.

Unter den Teilnehmern war auch Ständerat Luc Recordon (Grüne/VD). Auf China müsse weiter Druck ausgeübt werden, sagte er an die Adresse des Bundesrates.

China hatte bereits nach der Vergabe der Spiele an Peking Mitte 2001 erklärt, die Olympische Flamme durch das 1950 besetzte und 1951 annektierte Tibet tragen zu wollen.

Am Ostermontag war die Olympische Flamme in der antiken Sportstätte Olympia in Griechenland entzündet worden. Die Flamme soll nun bis nach Peking getragen werden, wo die Olympischen Sommerspiele am 8. August beginnen.

(sda)

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