Lausanne im Zeichen der Lesben und Schwulen
Aktualisiert

Lausanne im Zeichen der Lesben und Schwulen

Die 10. Gay-Pride-Parade in der Schweiz hat rund 15 000 Menschen auf die Strassen von Lausanne gelockt. Der Umzug gegen die Diskriminierung Homosexueller fand nach 1998 zum zweiten Mal in Lausanne statt, dieses Mal mit vier bis fünf Mal so vielen Teilnehmern.

Sehr zahlreich waren auch die Zuschauer, die den farbenfrohen und schrillen Umzug mitverfolgten.

Tausende marschieren

Insgesamt waren wegen des Anlasses nach Schätzungen der Polizei und der Organisatoren zwischen 10 000 und 15 000 Personen auf der Strasse.

Der Umzug startete beim Montbenon-Park, führte über die Place Saint-François und anschliessend durch die Gassen der Innenstadt. Eine Delegation von Amnesty International führte ihn an. Mit Ballonen wiesen die Aktivisten darauf hin, dass in sehr vielen Ländern Homosexuelle verfolgt werden.

Es folgten rund zehn Umzugswagen. Einer verprühte unter Techno- Klängen Schaum. De Wagen der Organisation Pink Cross war ganz in Rosa gehalten und erinnerte daran, dass es «viermal mehr Suizide bei den jungen Lesben und Schwulen» gebe.

Immer noch diskriminiert

Zuvor hatte der Waadtländer Regierungspräsident Pascal Broulis den Teilnehmenden der «Gay Pride» die Grüsse der Kantonsregierung überbracht. «Wir sind hier versammelt, um darauf hinzuweisen, dass Homosexuelle immer noch diskriminiert werden, in der Schule, vom näheren Umkreis und in der Berufswelt», sagte Broulis in seiner Ansprache.

Auf Transparenten wurde das von den Organisatoren der «Swiss Gay Pride 2006» gewählte diesjährige Thema - Solidarität - behandelt: Solidarität mit allen Personen, die wegen ihrer sexuellen Orientierung unter Verfolgung leiden.

Während des Umzugs blieb das Zentrum der Waadtländer Kapitale während mehreren Stunden für den Verkehr gesperrt. Der Zug endete an seinem Ausgangspunkt beim Montbenon-Park. Dort ging das Fest mit verschiedenen Attraktionen am Abend weiter.

(sda)

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