National League A: Lausanne macht grossen Schritt Richtung Playoffs
Aktualisiert

National League ALausanne macht grossen Schritt Richtung Playoffs

Die Waadtländer gewinnen das Strichduell gegen Ambri 2:1 nach Penaltys. Kloten holt beim 4:3 in Zug drei Punkte und erhöht den Druck auf den SCB.

Lausanne macht mit dem Sieg gegen Ambri einen grossen Schritt Richtung Playoff, während die Niederlage für Ambri einem Rückschlag gleichkommt. Cristobal Huet im Lausanner Tor war im Penaltyschiessen nicht zu bezwingen. Gleichzeitig waren bei den Waadtländern gleich drei der ersten vier Spieler erfolgreich. Ambri, das die ersten drei Saisonduelle gegen den Waadtländer gewonnen hatte, zog damit einmal mehr im Nachsitzen den Kürzeren.

Ambris Keeper Sandro Zurkirchen hatte die Gäste im Schlussdrittel sowie in der Verlängerung mit zahlreichen Paraden in einfacher oder gar doppelter Unterzahl im Spiel gehalten. Mit 35 Paraden ermöglichte Zurkrichen den Punktgewinn. Im Mitteldrittel hatte Inti Pestoni für die Leventiner mit dem eigenen Nachschuss zum 1:1 ausgeglichen. Da waren sie noch das deutlich stärkere Team gewesen.

Insgesamt war es das 50. Duell in der Geschichte zwischen diesen beiden Clubs. Lausanne errang dabei den 15. Erfolg, 32 Siege stehen auf dem Konto der Leventiner. Die erste Begegnung hatte Ambri-Piotta am 12. Dezember 1953 auswärts noch mit 14:2 zu seinen Gunsten entschieden.

Klotens Warten hat ein Ende

Die Flyers siegten in Zug 4:3 und feierten erstmals seit Oktober zwei Siege in Folge. Die Zentralschweizer hatten zuvor sechs Heimspiele in Serie für sich entschieden. Die Ausgangslage für Kloten im Kampf um die Teilnahme an den Playoffs scheint nun vielversprechend. Zwar sind die Zürcher Unterländer als Zehnte weiter unter dem Strich klassiert, Bern (8.) und Ambri-Piotta (9.) liegen allerdings nur noch zwei respektive einen Punkt vor den Flyers, die zwei Spiele weniger bestritten haben als die beiden Kontrahenten. Zudem trägt Kloten vier der letzten sechs Partien zu Hause aus.

Das Game-Winning-Goal zum 3:2 erzielte Klotens Captain Denis Hollenstein in der 37. Minute per Penalty, in dem er den Zuger Keeper Tobias Stephan herrlich düpierte. Nur 125 Sekunden später erhöhte Peter Guggisberg auf Vorarbeit von Mathis Olimb auf 4:2. Diesen Vorsprung verwalteten die Gäste souverän, das 3:4 der Zuger durch Doppeltorschütze Josh Holden fiel eine Sekunde vor Schluss. Die Treffer vom 0:1 (2.) zum 2:1 (24.) für Kloten hatten Robin Leone (12.) und Lukas Frick im Powerplay erzielt – das 1:1 fiel in doppelter Überzahl.

Die Zuger wurden nach der dritten Niederlage in den vergangenen zwölf Spielen von Servette vom 2. Tabellenplatz verdrängt. Die Zentralschweizer zeigten in der zweiten Spielhälfte eine schwache Leistung, waren ideenlos.

Davos nutzt Luganos Auswärtsschwäche aus

Davos hat einen wichtigen Schritt in Richtung Heimrecht in den Playoff-Viertelfinals gemacht. Die Bündner setzten sich gegen Lugano zu Hause 6:3 durch. Dank dem sechsten Sieg in den letzten sieben Spielen verteidigten die Davoser den 4. Tabellenrang; sie liegen nun vier Punkte vor den fünftplatzierten Luganesi und haben ein Spiel weniger ausgetragen.

Die mit Ersatztorhüter Gilles Senn angetretenen Gastgeber zeigten eine starke Leistung, lenkten die Partie schon früh in die gewünschten Bahnen. Devin Setoguchi mit einem Ablenker (5.) und Marc Wieser mit seinem 22. Saisontor brachten den HCD bis zur 7. Minute 2:0 in Führung. Nachdem Alessio Bertaggia nach einem Fehlpass von Samuel Guerra der Anschlusstreffer (15.) für die ersatzgeschwächten Tessiner gelungen war, erhöhten Marc Aeschlimann im Powerplay (25.) und Alexandre Picard mit einer schönen Aktion (29.) vorentscheidend auf 4:1. Aeschlimann und Picard trafen im letzten Drittel auch noch zum 5:2 (48.) respektive 6:3 (52.).

Lugano zu Hause und Lugano auf fremdem Eis sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Während die Bianconeri die letzten zehn Partien vor heimischen Publikum allesamt gewonnen haben, verloren sie in Davos zum sechsten Mal in den letzten achten Auswärtsspielen. Insofern war die Niederlage bitter, wird es doch nun für Lugano schwierig, noch in die Top 4 vorzustossen.

Fribourg muss sich nach Derby-Niederlage gedulden

Servette kam bei Fribourg-Gottéron nach einem 1:2-Rückstand zu einem 4:2-Sieg. Timothy Kast realisierte den Gamewinner mit einem Kontertor (37.) zum 3:2. Der Genfer PostFinance-Topskorer Matt D'Agostini profitierte dann im Schlussdrittel beim Treffer zum 4:2 von einem Scheibenverlust des ehemaligen Genfers Christopher Rivera an der blauen Linie.

Servette feierte den dritten Erfolg in Serie in diesem Romand-Derby. Zudem errangen die Genfer bereits den 14. Sieg aus den letzten 16 Spielen. Das Team von Chris McSorley überzeugte mit einer geschlossenen Leistung und gestand den Gastgebern ab dem Mitteldrittel nur noch beschränkt Spielraum zu.

Gottéron wirbt fürs Schwingfest

Fribourg-Gottéron trat als neuer Partner des Eidgenössischen Schwingfests 2016 in Estavayer-le-Lac in hellblauen Trikots an. Der gesamte Staff der Freiburger präsentierte sich auch neben der Eisfläche in Edelweiss-Hemden.

Vor der Partie war auf der Eisfläche mittels Plane und Sägemehl ein entsprechende Schwinger-Kampffläche aufgezogen worden. Dabei setzte sich der Berner Schwinger-Gigant Christian Stucki in einem Dreiminuten-Kampf gegen den aktuell besten Freiburger Schwinger Benjamin Gapany vorzeitig durch.

Biel setzt Zeichen gegen SCL Tigers

Schlusslicht Biel gewann das Kellerduell gegen die SCL Tigers mit 4:1 und realisierte damit den vierten Sieg aus den letzten fünf Spielen. Die Emmentaler kassierten derweil die fünfte Niederlage aus den letzten sechs Spielen.

Das aufsässige Biel entschied im möglichen Berner Playout-Duell die Partie bis zur Spielmitte. Der frühere KHL-Spieler Alexej Dostoinov in Überzahl, David Moss sowie Maxime Macenauer sorgten für einen 3:0-Vorsprung der Seeländer. Für Dostoinov war es das erste Tor im zweiten Spiel für seinen neuen Arbeitgeber. Matthias Rossi steuerte im Schlussdrittel mit dem 4:0 sein zwölftes Saisontor zum komfortablen Erfolg bei.

Dabei war Biel gegen den gleichen Gegner Mitte November im Emmental noch mit 0:7 untergegangen. Diesmal verfehlte der Bieler Keeper Simon Rytz seinen ersten Shutout in der laufenden Saison nur um 14 Sekunden. Claudio Moggi vereitelte diesen mit dem Ehrentor der Gäste.

Lausanne - Ambri-Piotta 2:1 (1:0, 0:1, 0:0, 0:0) n.P.

6813 Zuschauer. - SR Fischer/Vinnerborg, Kaderli/Stuber.

Tore: 10. Pesonen (Froidevaux, Genazzi/Ausschluss Birbaum) 1:0. 29. Pestoni (Kamber) 1:1. - Penaltyschiessen: Pesonen 1:0, Duca -; Louhivaara -, Pestoni -; Froidevaux 2:0, Kamber -; Genazzi 3:0.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Lausanne, 5mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta.

Lausanne: Huet; Gobbi, Leeger; Genazzi, Lardi; Stalder, Jannik Fischer; Philippe Rytz; Nodari; Walsky, Hytönen, Ryser; Louhivaara, Miéville, Pesonen; Danielsson, Froidevaux, Déruns; Kneubühler, Savary, Simon Fischer.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Gautschi, Mäenpää; Trunz, Sidler; Birbaum, Chavaillaz; Stucki; Pestoni, Hall, Lauper; Grassi, Kamber, Bianchi; Lhotak, Emmerton, Monnet; Duca, Fuchs, Giroux; Bastl.

Bemerkungen: Lausanne ohne Benjamin Antonietti, Bang, Florian Conz, Herren, Dario Trutmann (alle verletzt) sowie Leblanc (überzähliger Ausländer), Ambri ohne Sven Berger, Flückiger, Fora und Zgraggen (alle verletzt) sowie Nordlund (überzähliger Ausländer). - 58. Timeout Lausanne.

Zug - Kloten Flyers 3:4 (1:1, 1:3, 1:0)

6587 Zuschauer. - SR Wehrli/Wiegand, Borga/Kohler.

Tore: 2. Bürgler (Ramholt) 1:0. 12. Leone (Guggisberg, Stoop/Ausschlüsse Diem, Schlumpf) 1:1. 24. Frick (Praplan/Ausschluss Immonen) 1:2. 26. Holden (Suri) 2:2. 37. Hollenstein 2:3 (Penalty). 39. Guggisberg (Olimb) 2:4. 60. (59:59) Holden 3:4.

Strafen: 5mal 2 plus 5 Minuten (Marchon) plus Spieldauer (Marchon) gegen Zug, 3mal 2 Minuten gegen die Kloten Flyers.

Zug: Stephan; Schlumpf, Sondell; Ramholt, Grossmann; Erni, Alatalo; Lüthi, Blaser; Martschini, Holden, Suri; Lammer, Immonen, Bouchard; Bürgler, Peter, Zangger; Marchon, Diem, Senteler.

Kloten Flyers: Gerber; Frick, Gustafsson; Stoop, Back; Schelling, Collenberg; Praplan, Santala, Hollenstein; Leone, Sheppard, Bieber; Guggisberg, Olimb, Casutt; Hasani, Liniger, Kellenberger; Obrist.

Bemerkungen: Zug ohne Thibaudeau, Schnyder, Morant und Sieber. Kloten ohne von Gunten (alle verletzt) und Kolarik (krank). - 28. Lattenschuss Bürgler. - Zug ab 58:59 ohne Goalie.

Davos - Lugano 6:3 (2:1, 2:1, 2:1)

5848 Zuschauer. - SR Massy/Prugger, Fluri/Kovacs

Tore: 5. Setoguchi (Jung, Dino Wieser/Ausschlüsse Picard; Ulmer) 1:0. 7. Marc Wieser (Axelsson, Rampazzo) 2:0. 15. Bertaggia (Ulmer) 2:1. 25. Aeschlimann (Walser, Schneeberger/Ausschluss Klasen) 3:1. 29. Picard (Ambühl, Corvi) 4:1. 34. Pettersson (Kienzle, Lapierre) 4:2. 48. Aeschlimann (Setoguchi, Paschoud) 5:2. 50. Hofmann (Klasen) 5:3. 52. Picard (Ambühl) 6:3.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Davos, 5mal 2 Minuten gegen Lugano.

Davos: Senn; Heldner, Forster; Du Bois, Rampazzo; Guerra, Jung; Schneeberger, Paschoud; Ambühl, Corvi, Picard; Marc Wieser, Lindgren, Axelsson; Setoguchi, Walser, Dino Wieser; Simion, Aeschlimann, Jörg.

Lugano: Merzlikins; Hirschi, Kparghai; Ulmer, Vauclair; Kienzle, Sartori; Bertaggia, Lapierre, Stapleton; Pettersson, Hofmann, Klasen; Walker, Dal Pian, Reuille; Kostner, Fazzini, Morini.

Bemerkungen: Davos ohne Paulsson, Sciaroni und Forrer. Lugano ohne Manzato, Brunner, Steinmann, Chiesa, Furrer, Sannitz (alle verletzt) und Martensson (überzähliger Ausländer).

Fribourg - Servette 2:4 (2:1, 0:2, 0:1)

6177 Zuschauer. - SR Eichmann/Koch, Progin/Tscherrig.

Tore: 7. Gardner (John Fritsche) 1:0. 9. Romy 1:1. 11. Genoway (Pouliot/Ausschluss Jérémy Wick) 2:1. 24. Riat (Romy/Strafe angezeigt) 2:2. 37. Kast (Rubin) 2:3. 46. D'Agostini 2:4.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Fribourg, 5mal 2 Minuten gegen Servette.

Fribourg: Benjamin Conz; Kamerzin, Abplanalp; Maret, Ellerby; Rathgeb, Ngoy; John Fritsche, Gardner, Rivera; Mauldin, Pouliot, Mottet; Sprunger, Bykow, Benny Plüss; Caryl Neuenschwander, Genoway, Neukom; Tristan Vauclair, Flavio Schmutz;

Servette: Mayer; Vukovic, Fransson; Eliot Antonietti, Bezina; Loeffel, Mercier; Iglesias; D'Agostini, Pyatt, Pedretti; Simek, Romy, Riat; Jérémy Wick, Lombardi, Rod; Douay, Kast, Rubin; Traber.

Bemerkungen: Gottéron ohne Picard II, Réway, Camperchioli sowie Schilt (alle verletzt), Servette ohne Almond, Bays, Slater und Jacquemet (alle verletzt). - Gottéron ab 57:40 ohne Torhüter. - Timeouts: 59. Gottéron, 59:29 Timeout Servette.

Biel - SCL Tigers 4:1 (1:0, 2:0, 1:1)

6438 Zuschauer. - SR Kurmann/Mandioni, Küng/Wüst.

Tore: 11. Dostoinov (Moss/Ausschluss Nüssli) 1:0. 23. Moss (Macenauer) 2:0. 30. Macenauer (Fabian Lüthi, Moss) 3:0. 43. Rossi (Earl) 4:0. 60. (59:44) Claudio Moggi (Di Domenico) 4:1.

Strafen: 3mal 2 plus 10 Minuten (Maurer) gegen Biel, 6mal 2 plus 10 Minuten (Weisskopf) gegen SCL Tigers.

Biel: Rytz; Maurer, Dufner; Nicholas Steiner, Rouiller; Dave Sutter, Huguenin; Fey, Wellinger; Rossi, Earl, Herburger; Lüthi, Macenauer, Moss; Tschantré, Gaëtan Haas, Spylo; Dostoinov, Joggi, Wetzel.

SCL Tigers: Ciaccio; Hecquefeuille, Müller; Weisskopf, Koistinen; Zryd, Adrian Gerber; Ronchetti, Gossweiler; Lukas Haas, Schirjajajew, Sven Lindemann; Clark, Gustafsson, Nüssli; Sandro Moggi, DiDomenico, Claudio Moggi; Wyss, Albrecht, Bucher.

Bemerkungen: Biel ohne Jelovac (verletzt), Berthon (gesperrt), Olausson, Daniel Steiner (beide überzählig), SCL Tigers ohne Kim Lindemann (krank), Stettler, Currit, Sterchi, Murray, Campbell, Bärtschi, Berger (alle verletzt) und Wilson (überzähliger Ausländer). (sda)

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