Aktualisiert 02.01.2015 22:39

NLALausanne ringt Bern im Penaltyschiessen nieder

Leader SCB muss sich gegen Lausanne geschlagen geben. Die Waadtländer siegen nach Penaltyschiessen 3:2. Lugano feiert einen Minimalsieg über Fribourg.

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Freitag, 2. JanuarLausanne und Bern schenken sich nichts. Hier kämpft Ralph Stalder mit Philippe Furrer und Byron Ritchie vom SCB um die Scheibe.

Freitag, 2. JanuarLausanne und Bern schenken sich nichts. Hier kämpft Ralph Stalder mit Philippe Furrer und Byron Ritchie vom SCB um die Scheibe.

Keystone/Jean-christophe Bott
In der regulären Spielzeit fallen nur im ersten Drittel Tore. Danach bleiben beide Teams bis ins Penaltyschiessen ohne weiteren Treffer.

In der regulären Spielzeit fallen nur im ersten Drittel Tore. Danach bleiben beide Teams bis ins Penaltyschiessen ohne weiteren Treffer.

Keystone/Jean-christophe Bott
Am Ende dürfen aber die Waadtländer jubeln. Lausanne bezwingt die Mutzen nach Penaltyschiessen 3:2.

Am Ende dürfen aber die Waadtländer jubeln. Lausanne bezwingt die Mutzen nach Penaltyschiessen 3:2.

Keystone/Jean-christophe Bott

Louhivaara erzielte in der 5. Minute im Powerplay zuerst den Führungstreffer für die Waadtländer, dann verwertete der PostFinance-Topskorer auch den entscheidenden Penalty. Nicht zuletzt dank Louhivaara musste das auswärtsstärkste Team der Liga nach der ersten Partie als Leader als Verlierer vom Eis. Lausanne auf der anderen Seite nahm seine gute Vor-Weihnachts-Form ins Jahr 2015 mit und siegte zum sechsten Mal in den letzten neun Spielen.

Die beiden Mannschaften lieferten sich eine intensive, emotional und teilweise undiszipliniert geführte Partie, die auf beide Seiten hätte kippen können. Die 6700 Fans in der ausverkauften Malley-Halle kamen jedenfalls auf ihre Kosten.

Nach dem perfekten Lausanner Auftakt, begünstigt durch drei frühe Strafen des SCB, drehten die Gäste auf. Bud Holloway in Überzahl (11.) und Flurin Randegger (14.), der bei je einem Ausschluss von der Vorarbeit Holloways profitierte und einen Abpraller verwertete, drehten die Partie zu Gunsten der Berner. Noch vor der ersten Pause glich Daniel Bang für Lausanne aus. Keines der vier Tore fiel bei Vollbestand. Danach gab es auf der Anzeigetafel bis zum Penaltyschiessen keine Veränderung mehr.

Die Partie forderte gleich mehrere Opfer. Berns Tristan Scherwey musste in der 14. Minute wegen eines Checks gegen den Kopf von Gaëtan Augsburger und einer Spieldauer-Disziplinarstrafe vorzeitig vom Eis. Augsburger schied nach dieser Szene ebenso verletzt aus wie kurz vor der zweiten Pause sein Teamkollege Simon Fischer.

Dank der kämpferisch einwandfreien Vorstellung rettete Lausanne trotz der Lücken in der Aufstellung das Remis über die Zeit, obwohl Bern in der Schlussphase mehr vom Spiel besass und in der 61. Minute durch den neuen «Monatscaptain» Eric Blum noch einen Pfostenschuss zu beklagen hatte.

Biel - Zug: Holden schiesst Zug mit drei Toren zum Sieg

Nachdem die Bieler zweimal ausgeglichen hatten, sorgte Holden mit zwei Toren (32./44.) für die entscheidende Differenz. Das 4:2 erzielte der Kanadier während einer Fünfminuten-Strafe gegen Raphael Herburger. Es war allerdings kein typisches Powerplay-Tor, traf doch Holden, nachdem die Bieler kurz zuvor eine gute Chance zum 3:3 ausgelassen hatten. Holden, im letzten Spiel im Jahr 2014 beim 6:2 gegen Fribourg-Gottéron zweimal erfolgreich, setzte vor dem Ende mit einem Schuss ins leere Tor auch noch den Schlusspunkt.

Beim 5:2 (58.) hatte Lino Martschini seinen sechsten Treffer in den letzten vier Partien erzielt. Das 2:1 von Nico Dünner (26.) war dessen erstes Tor in der NLA. Der 20-Jährige profitierte von einem Fehlpass von Benoit Jecker, wobei auch der Bieler Goalie Simon Rytz nicht gut aussah.

Eine sehr emotionale Partie erlebte Geburtstagskind Herburger, der 25 Jahre alt wurde. Bevor der Österreicher in der 40. Minute unter die Dusche musste, hatte er seine Saisontore 3 und 4 erzielte. Mit der ersten Niederlage nach drei Siegen vergaben die Bieler eine gute Möglichkeit, den Vorsprung auf die neuntplatzierten Kloten Flyers auf acht Punkte auszubauen.

Fribourg - Lugano: Maurer einziger Torschütze beim Sieg für Lugano

In den ersten beiden Saisonduellen zwischen Fribourg-Gottéron und Lugano hatte es jeweils neun Treffer gegeben, diesmal hielten sich die beiden Teams trotz vieler Chancen auf beiden Seiten mit dem Toreschiessen zurück. Insofern war es irgendwie symptomatisch, dass in der 43. Minute mit Maurer ein Verteidiger traf - der ansonsten starke Fribourger Keeper Benjamin Conz machte dabei nicht die beste Figur. Es war der 100. Treffer für Lugano in der laufenden Spielzeit - 64 davon erzielten die Ausländer. Manzato musste sich seinen zweiten Shutout in dieser Saison und den 25. in der NLA insgesamt hart erarbeiten, wehrte er doch nicht weniger als 40 Schüsse ab.

Während Lugano im dritten Spiel mit dem weiterhin punktelosen Damien Brunner den dritten Sieg feierte, erlitt Fribourg die fünfte Niederlage in Folge und die zehnte in den letzten zwölf Partien. Dass Fribourg weiterhin sieben Punkte hinter dem achtklassierten Biel liegt, lag auch daran, dass Greg Mauldin knapp 30 Sekunden vor dem Ende eine so genannte hundertprozentige Chance vergab. Der Amerikaner traf vor dem leeren Gehäuse den Puck nicht. Darum blieb Fribourg zum zweiten Mal hintereinander vor heimischen Publikum ohne Torerfolg.

Lausanne - Bern 3:2 (2:2, 0:0, 0:0, 0:0) n.P.

7600 Zuschauer (ausverkauft). - SR Prugger/Stricker, Ambrosetti/Tscherrig. -

Tore: 5. Louhivaara (Pesonen, Genazzi/Ausschluss Ritchie) 1:0. 11. Holloway (Ritchie, Gragnani/Ausschlüsse Genazzi, Froidevaux) 1:1. 15. Randegger (Holloway/Ausschlüsse Leeger; Scherwey) 1:2. 18. Bang (Nodari, Déruns/Ausschluss Scherwey) 2:2. -

Penaltyschiessen: Holloway 0:1, Miéville 1:1; Pascal Berger -, Froidevaux -; Rüfenacht -, Hytönen -; Bertschy -, Pesonen -; Ritchie -, Louhivaara 2:1. -

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Lausanne, 8mal 2 plus 5 Minuten (Scherwey) plus Spieldauer (Scherwey) gegen Bern. -

PostFinance-Topskorer: Louhivaara; Plüss.

Lausanne: Huet; Gobbi, Leeger; Jannik Fischer, Stalder; Rytz, Genazzi; Lardi, Nodari; Antonietti, Hytönen, Bang; Pesonen, Miéville, Louhivaara; Neuenschwander, Froidevaux, Déruns; Savary, Augsburger, Simon Fischer.

Bern: Bührer; Blum, Furrer; Kreis, Gragnani; Randegger; Dufner, Grossniklaus; Holloway, Ritchie, Joensuu; Bertschy, Plüss, Scherwey; Moser, Gardner, Rüfenacht; Alain Berger, Pascal Berger, Loichat.

Bemerkungen: Lausanne ohne Conz, Herren (beide verletzt), Genoway und Seydoux (beide überzählig), Bern ohne Gerber, Krueger, Kobasew, Reichert und Jobin (alle verletzt). Augsburger (14.) und Simon Fischer (40.) verletzt ausgeschieden. Lattenschüsse Neuenschwander (12.) und Blum (61.).

Biel - Zug 3:6 (0:1, 2:2, 1:3)

4746 Zuschauer. - SR Eichmann/Mollard, Abegglen/Mauron. -

Tore: 9. Bürgler (Schnyder). 21. (20:28) Herburger (Kamber, Arlbrandt) 1:1. 26. Dünner 1:2. 31. Herburger 2:2. 33. Holden (Suri) 2:3. 44. Holden (Ausschluss Herburger) 2:4. 58. Martschini (Suri) 2:5. 59. Kamber 3:5 (Penalty). 60. (59:49) Holden (Suri) 3:6 (ins leere Tor). -

Strafen: 1mal Minuten (Herburger) plus Spieldauer (Herburger) gegen Biel, 4mal 2 Minuten gegen Zug. -

PostFinance-Topskorer: Kamber; Bouchard.

Biel: Rytz; Cadonau, Fey; Untersander, Jelovac; Wellinger, Gloor; Steiner, Jecker; Arlbrandt, Kamber, Herburger; Joggi, Olausson, Spylo; Umicevic, Peter, Berthon; Rossi, Haas, Wetzel.

Zug: Stephan; Ramholt, Grossmann; Schlumpf, Sondell; Alatalo, Lüthi; Erni; Zangger, Earl, Bouchard; Martschini, Holden, Suri; Bürgler, Sutter, Schnyder; Lammer, Dünner, Herzog.

Bemerkungen: Biel ohne Rouiller (krank), Tschantré und Ehrensperger. Zug ohne Diem (alle verletzt). - 25. Pfostenschuss Olausson. - Timeout Biel (58:23), danach bis 58:48 und von 58:57 bis 59:49 ohne Goalie.

Fribourg-Gottéron - Lugano 0:1 (0:0, 0:0, 0:1)

6700 Zuschauer (ausverkauft). - SR Koch/Wiegand, Kovacs/Rohrer. -

Tor: 43. Maurer (Kienzle, Filppula) 0:1. -

Strafen: 3mal 2 plus 5 Minuten (Dubé) plus Spieldauer (Dubé) gegen Fribourg-Gottéron, 3mal 2 plus Minuten (Chiesa) plus Spieldauer (Chiesa) gegen Lugano. -

PostFinance-Topskorer: Pouliot; Pettersson.

Fribourg-Gottéron: Conz; Ngoy, Kwiatkowski; Kamerzin, Schilt; Helbling, Huguenin; Abplanalp; Sprunger, Dubé, Plüss; Mauldin, Pouliot, Tambellini; Fritsche, Hasani, Tristan Vauclair; Montandon, Brügger, Mottet.

Lugano: Manzato; Andersson, Kparghai; Chiesa, Kienzle; Ulmer, Riccardo Sartori; Maurer; Pettersson, Sannitz, Klasen; Kostner, McLean, Bertaggia; Brunner, Filppula, Walker; Reuille, Romanenghi, Dal Pian; Kuonen.

Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Monnet, Ness und Bykow. Lugano ohne Walsky, Julien Vauclair, Hirschi, Steinmann, Balmelli (alle verletzt) und Fazzini (U20). - Timeouts: Lugano (57.), Fribourg (60.). Gottéron ab 59:28 ohne Goalie.

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