Cup-Halbfinals: Lausanne steht im Cupfinal

Aktualisiert

Cup-HalbfinalsLausanne steht im Cupfinal

Lausanne Sports und FC Basel heissen die beiden Cupfinalisten 2010. Der Challenge-League-Club setzte sich gegen St. Gallen nicht unverdient und trotz Unterzahl mit 2:1 durch.

Schweizer Cup, Halbfinals

St. Gallen - Lausanne 1:2 (1:1)

Kriens - Basel 0:1 (0:1)

Als Verteidiger und Ausgleichstorschütze Guillaume Katz in der 63. Minute nach seiner zweiten gelben Karte vom ausgezeicnet arbitrierenden Massimo Bussaca des Feldes verwiesen wurde, stand der FC St. Gallen vor 17 '797 Zuschauern mit einem Bein im Cupfinal. Doch er irrte sich und hatte nicht mit dem Ehrgeiz und der Kampfkraft der Welschen gerechnet. Statt selbst das wohl erlösende 2:1 zu schiessen, liefen die Ostschweizer in der 79. Minute in einen Konter, den der Brasilianer Gaspar mit einem Lob über Torhüter Germano Vailati zum unerwarteten Siegestreffer der taktisch hervorragend eingestellten Lausanner verwertete. St. Gallen scheiterte wie vor sechs Jahren gegen Wil wieder in der Cup-Vorschlussrunde und muss sich wegen mangelndem Ideenreichtum und ungenügender Effizienz im Abschluss an der eigenen Nase nehmen.

Lausanne war von Beginn weg kein Kanonenfutter. Der Challenge-League-Verein begann auch in St. Gallen selbstbewusst und mutig und gelangte durch Tosi und Hélin zu den ersten Chancen. St. Gallen tat sich gegen die aufsässigen, schnellen und konterstarken Waadtländer schwer, ehe ein Energieanfall von Moreno Merenda die Führung brachte. Der für den verletzten Mario Frick bereits in der 12. Minute eingewechselte Goalgetter startete zu einem solo und schüttelte zwei Gegenspieler ab. Seinen Schuss vermochte Anthony Favre nur abzuklatschen, der Portugiese Zé Vitor verwertete den Nachschuss. Wenig später lenkte Favre einen Kopfball des starken Merenda nach einer Flanke von Adrian Winter an den Pfosten. Kurz vor der Pause glückte dem neunfachen Cupsieger Lausanne der Ausgleich. Marc Zellweger verlor ein Kopfball-Duell, Nicolas Marazzi bediente den aufgerückten Aussenverteidiger Guillaume Katz, der aus abseitsverdächtiger Position dem St. Galler Torhüter Germano Vailati keine Abwehrchance liess.

FCB mit Minimalaufwand in den Final

Der FC Basel steht zum 16. Mal im Schweizer Cupfinal. In Kriens landeten die Basler einen knappen, aber kaum gefährdeten 1:0-Erfolg.

Dank einem Treffer von Federico Almerares lagen die Basler Gäste in Kriens ab der 17. Minute in Führung. Sie verwalteten diesen Vorsprung ohne übermässigen Aufwand über die Distanz. Erst in der Schlussphase legten die unterklassigen Krienser aus der Challenge League ihren Respekt vor dem vermeintlich übermächtigen Gegner ab und schufen sich einige gute Möglichkeiten, das Skore auszugleichen und eine Verlängerung zu erzwingen. Die Basler überstanden aber diese kurze Druckphase der Einheimischen ohne Schaden und stehen zum dritten Mal in den letzten vier Jahren im Cupfinal, den sie am 9. Mai im eigenen Stadion gegen Lausanne austragen können.

Ein Flankenball von Marcos Gelabert leitete den einzigen Treffer dieser unterhaltsamen, aber wenig spektakulären Partie ein. Vor dem Krienser Tor wurde der Flankenball von Verteidiger Patrik Baumann mit dem Kopf zum völlig freistehenden Almerares verlängert. Der Argentinier, der zuletzt gegen Sion schon zweimal erfolgreich war, bekundete keine Mühe, den Ball im weit offenen Krienser Tor unterzubringen.

Kriens zeigte eine generöse Leistung, gab die Partie nie verloren, glaubte aber nicht mit allerletzter Konsequenz an eine mögliche Überraschung. Mit der Halbfinalteilnahme gegen den neunfachen Cupsieger FCB waren sie würdig für ihre starke Cupsaison mit Siegen über die höher eingestuften Bellinzona und Thun belohnt worden.

Kriens - Basel 0:1 (0:1)

Der Final zwischen Basel und Lausanne findet am 9. Mai im Basler St.-Jakob-Park statt.

Kriens - Basel 0:1 (0:1)

Kleinfeld. - 5000 Zuschauer. - SR Wermelinger.

Tor: 17. Almerares 0:1.

Kriens: Djukic; Imholz (83. Karanovic), Ferricchio, Baumann, Fanger; Foschini, Darbellay, Mangold (64. Tadic), Souto (61. Thüring); Piu, Pacar.

Basel: Colomba; Zanni, Abraham, Cagdas, Safari; Gelabert, Da Silva (69. Carlitos); Zoua (84. Shaqiri), Huggel, Stocker; Almerares.

Bemerkungen: Kriens ohne Hasic (verletzt). Basel ohne Cabral, Costanzo, Frei und Streller (alle verletzt). Verwarnungen: 19. Fanger (Foul), 43. Ferricchio (Foul), 55. Imholz (Foul), 64. Abraham (Reklamieren), 88. Carlitos (Foul), 91. Shaqiri (Unsportlichkeit), 92. Pacar (Foul).

St. Gallen - Lausanne-Sport 1:2 (1:1)

AFG-Arena. - 17 197 Zuschauer. - SR Busacca

Tore: 22. Zé Vitor 1:0. 40. Katz 1:1. 79. Gaspar 1:2.

St. Gallen: Vailati; Zellweger, Koubsky, Schenkel, Fernando; Winter (82. Pa Modou), Imhof (82. Owona), Costanzo, Zé Vitor; Frick (12. Merenda), Frei.

Lausanne: Favre; Katz, Buntschu, Meoli, Sonnerat; Ndzomo, Nicolas Marazzi; Hélin (65. Borges), Tosi, Pimenta (69. Carrupt); Gaspar (83. Vandenbossche).

Bemerkungen: St. Gallen ohne Nushi und Lang (beide gesperrt), Muntwiler, Knöpfel, Oehri, Ciccone und Haas (alle verletzt). Lausanne ohne Geiser (verletzt). 26. Kopfball von Merenda an den Pfosten. 63. Gelb-Rote Karte gegen Katz (Foul). Verwarnungen: 28. Favre, 49. (beide Foul), 79. Gaspar (Unsportlichkeit, Trikot ausgezogen). (si)

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