Aktualisiert 11.10.2017 12:43

National LeagueLausanne trennt sich überraschend vom Trainer

In der National League kommt es zum ersten Wechsel eines Headcoachs. Der Lausanne HC feuert Dan Ratushny.

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fal
Trotz Derby-Erfolg entlassen: Dan Ratushny ist in Lausanne nicht mehr erwünscht. (10. Oktober 2017)

Trotz Derby-Erfolg entlassen: Dan Ratushny ist in Lausanne nicht mehr erwünscht. (10. Oktober 2017)

Keystone/Salvatore Di Nolfi

Paukenschlag am Lac Léman: Trotz dem dienstäglichen Derbysieg gegen Servette (8:4) entlässt Lausanne seinen 46-jährigen Trainer Dan Ratushny. Der Kanadier wird durch seinen Landsmann Yves Sarault (44) ersetzt. Der frühere Spieler-Haudegen wird am Freitag im Spiel gegen Ambri-Piotta vom Schweden Rikard Franzen assistiert.

Sarault ist seit vier Jahren Elite-Junioren-Trainer bei den Waadtländern. Als Spieler war er unter anderem Meister mit Bern (2004) und Davos (2007). Franzen ist seit 2014 Trainerassistent bei Lausanne.

Miserables Unterzahlspiel

Ratushny hatte mit Lausanne zwar am Dienstag das Derby gegen Servette gewonnen. Doch drei vorangehende Niederlagen und ein insgesamt durchzogener Saisonstart sorgten für die Entlassung des früheren österreichischen Nationaltrainers beim Tabellenachten, der nach zehn Spielen 12 Punkte aufweist.

Ein nicht mehr unüberwindbarer Goalie-Routinier Cristobal Huet (42), ein schwaches Boxplay (Liga-Schlusslicht bis zur Partie gegen Servette) sowie eine im Vergleich zur Vorsaison nachlassende Offensive zeichneten für den Absturz verantwortlich. Trotzdem kommt der Personalentscheid für viele Beobachter der Szene überraschend – vor allem zum jetzigen Zeitpunkt.

Eine starke letzte Qualifikation

Lausanne hatte die Qualifikation in der letzten Saison mit Ratushny an der Bande im 4. Rang abgeschlossen. Als Nachfolger von Heinz Ehlers hatte Ratushny vor allem mit einer erfolgreichen Umstellung zu einer offensiven Spielausrichtung imponiert. Mit 154 Toren aus 50 Runden erreichten die Waadtländer den drittbesten Offensivwert der Liga.

In den Playoffs unterlag Lausanne dem HC Davos mit 0:4 Siegen. Dennoch verstärkten sich die Waadtländer auf diese Saison hin nochmals, vorab mit Nordamerika-Rückkehrer Joël Vermin und dem Klotener Verteidiger Lukas Frick. Ratushny hätte bei Lausanne einen Vertrag bis zum Ende der laufenden Meisterschaft besessen. (fal/sda)

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