«League of Legends» - Laut Teammanagerin bezahlt SK Gaming seinen Nachwuchs nicht
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«League of Legends»Laut Teammanagerin bezahlt SK Gaming seinen Nachwuchs nicht

SK Gaming gehört zu den bekanntesten E-Sport-Organisationen der Welt. Trotzdem sollen sie laut Teammanagerin die Nachwuchsabteilung und Trainer ein Jahr nicht bezahlt haben – und das trotz Millionenumsatz.

von
Marc Gerber
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Eine der bekanntesten E-Sport-Organisationen der Welt SK Gaming soll seine Nachwuchsspieler nicht bezahlt haben. Dies veröffentlicht Nachwuchs-Managerin «Viviii» auf Twitter. So wurden die Spieler über ein Jahr nicht bezahlt.

Eine der bekanntesten E-Sport-Organisationen der Welt SK Gaming soll seine Nachwuchsspieler nicht bezahlt haben. Dies veröffentlicht Nachwuchs-Managerin «Viviii» auf Twitter. So wurden die Spieler über ein Jahr nicht bezahlt.

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Während die Profi-Teams bezahlt werden, bekamen die Nachwuchsspieler noch nicht einmal Verträge, obwohl diese laut Managerin «Viviii»  versprochen wurden.

Während die Profi-Teams bezahlt werden, bekamen die Nachwuchsspieler noch nicht einmal Verträge, obwohl diese laut Managerin «Viviii» versprochen wurden.

SK Gaming
SK Gaming entschuldigt sich und will nun mit den Betroffenen eine Lösung finden.

SK Gaming entschuldigt sich und will nun mit den Betroffenen eine Lösung finden.

SK Gaming

Darum gehts

  • SK Gaming Nachwuchs-Managerin «Viviii» veröffentlicht auf Twitter ein Statement.

  • Sie beschuldigt die Organisation, ein Jahr kein Gehalt gezahlt zu haben für die Nachwuchsabteilung.

  • Es wurden Verträge versprochen, die Spieler bekamen diese aber nie zum Unterschreiben.

  • SK Gaming entschuldigt sich und räumt Fehler ein.

  • Die deutsche Organisation gehört zu den ältesten E-Sport-Clans der Welt.

Schwere Vorwürfe werden gegenüber SK Gaming erhoben. Die Organisation soll laut ihrer Managerin «Viviii» die Nachwuchsabteilung über ein Jahr nicht bezahlt haben und auch Verträge, die den jungen Talenten versprochen wurden, kamen bis jetzt nicht zu Stande. SK Gaming reagiert schnell und veröffentlicht ein Statement, in dem sich die Organisation entschuldigt und Fehler einräumt. Das ein Unternehmen, das jedes Jahr Millionen an Dollars einnimmt, seine Nachwuchsspieler nicht entschädigt und auch keine Verträge abschliesst, obwohl diese versprochen wurden, ist überraschend und passt nicht zu einer Organisation, die seit 25 Jahren E-Sport betreibt.

Das ist ein Drama für die E-Sport Organisation, die es schon gab, als E-Sport noch gar kein Begriff war, denn SK Gaming gehört zu den ältesten Clans Deutschlands und ist auch der erfolgreichste – auch, weil man immer wieder Nachwuchs ausbildet und mit diesem Erfolge einstreicht. Doch die letzten Umstrukturierungen endeten 2019 im Chaos, laut Nachwuchs-Managerin «Viviii».

Als letztes Jahr neue Nachwuchsspieler verpflichtet wurden, gab es nur Beispielverträge, einen wirklichen Vertrag haben die Spieler nie bekommen. So musste die Managerin immer wieder bei der Unternehmensleitung nachfragen: «Einmal wusste SK nichts über das Budget, das andere Mal standen verantwortliche Mitarbeiter nicht für Gespräche zur Verfügung», steht in ihrem Statement, dass sie auf Twitter veröffentlichte.

So ein Drama kann SK Gaming nicht gebrauchen, denn die Organisation ist ein Pionier des E-Sports. 1997 gegründet, wurde das «Schröt Kommando» schnell zu einem der besten «Quake»-Teams in Europa. «Quake» war der erste Arena-Shooter ganz in 3D und einer der ersten Shooter, der professionell gespielt wurde.

Annemarie «XS» Carpendale war früher E-Sportlerin für SK Gaming heute ist sie bekannt als Moderatorin für ProSieben.

Annemarie «XS» Carpendale war früher E-Sportlerin für SK Gaming heute ist sie bekannt als Moderatorin für ProSieben.

SK Gaming war aber auch ein Pionier im Frauen-E-Sport. So waren sie die ersten, die ein reines Frauenteam unter Vertrag nahmen. Die Spielerin «XS» ist heute nicht wegen ihrer Gaming-Skills bekannt, sondern weil sie für ProSieben moderiert. Annemarie «XS» Carpendale war früher E-Sportlerin und konnte einige Erfolge in «Quake 3» verzeichnen.

SK Gaming war auch lange vom Erfolg verwöhnt. So konnte der Deutsche Clan Emil «HeatoN» Christensen 2003 für sich gewinnen und dominierte mit dem Schwedischen Team die ganze «Counter-Strike»-Szene. SK Gaming war massgeblich daran beteiligt, dass der E-Sport professionell wurde. Heute kann SK Gaming von so einer Dominanz wie vor fast 20 Jahren träumen.

Das SK Gaming seinen Staff und die Spielerinnen und Spieler nicht bezahlt hat, wirft sicher kein gutes Licht auf die Organisation. Vielleicht ist dieses Drama aber auch ein Weckruf, denn SK Gaming befindet sich in einer Aufbauphase und möchte sicherlich bald wieder in verschiedenen Spielen so dominant sein, wie zu Zeiten, als man fürs Internet noch ein 56k Modem brauchte.

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