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Vulkan KilaueaLavastrom brennt in Hawaii Wohnhaus nieder

Ein über 1000 Grad heisser Lavastrom bewegt sich seit Monaten langsam durch Hawaii. Jetzt hat er ein Haus zerstört. Die Bewohner konnten sich retten.

von
lüs

Der Lavastrom hat in Hawaii erstmals ein Wohngebäude getroffen: Der Strom habe das Haus am Montag in Pahoa, einer Ortschaft auf der Hauptinsel, in Brand gesetzt, sagte der Direktor des hawaiianischen Zivilschutzes, Darryl Oliveira.

Laut der Bezirksverwaltung von Hawaii waren in Pahoa zunächst aber keine weiteren Liegenschaften unmittelbar bedroht.

Der Hauptstrom habe sich seit Ende Oktober nicht weiter nach vorne bewegt, hiess es weiter. Ein kleiner, seitlicher Ausläufer der Lava hat den Brand verursacht. Die Bewohner hätten das Haus zuvor geräumt, berichtete der Lokalsender KITV4.

Friedhof und Gartenhaus verwüstet

Der Lavastrom begann im Juni und wälzte sich seither im Schritttempo zu Tal. Nahe Pahoa hatte er bereits am 26. Oktober eine Strasse erreicht. Anschliessend hatte die Lava einen Friedhof überquert und eine Gartenhütte zerstört.

Mittlerweile haben sich mehrere weitere Nebenflüsse des Gesteinsmaterials gebildet, die in verschiedene Richtungen davonströmen.Der Strom mit über 1000 Grad heisser Lava hat schon mehr als 20 Kilometer zurückgelegt. Viele Anwohner haben Pahoa verlassen.

Der über 1200 Meter hohe Kilauea liegt auf Big Island im Vulkan-Nationalpark des 50. US-Bundesstaates. Er ist einer der aktivsten Vulkane der Erde. Seit 1983 werden regelmässig Ausbrüche verzeichnet. Viele der Lavaströme fliessen allerdings an den Flanken des Berges durch unbewohnte Gebiete in den Pazifik. (lüs/sda)

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