Drei Verletzte: Lawine erfasst am Klausenpass zwei Autos
Aktualisiert

Drei VerletzteLawine erfasst am Klausenpass zwei Autos

Ein Schneerutsch hat am Sonntagnachmittag die Klausenpass-Strasse auf einer Länge von 100 Metern verschüttet. Drei Personen wurden dabei verletzt.

von
sil/bee
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Am Sonntagnachmittag ging am Klausenpass eine Lawine nieder.

Am Sonntagnachmittag ging am Klausenpass eine Lawine nieder.

Kantonspolizei Uri
Zwei Autos wurden von der Lawine verschüttet.

Zwei Autos wurden von der Lawine verschüttet.

Google Maps
Krankenwagen und Rega standen im Einsatz.

Krankenwagen und Rega standen im Einsatz.

Google Maps

Der Klausenpass ist nach einem Lawinenniedergang bis auf Weiteres gesperrt. Die Lawine riss am Sonntagnachmittag kurz nach 14 Uhr zwei Autos mit sich, wie die Kantonspolizei Uri bestätigt. Sie waren vom Urnerboden herkommend in Richtung Klausenpass unterwegs.

«Etwa 200 Meter vor der Passhöhe wurden die beiden Fahrzeuge von einem Schneerutsch erfasst», sagt Gustav Planzer, Mediensprecher der Kantonspolizei Uri, auf Anfrage von 20 Minuten. «Dabei wurden drei Personen verletzt.»

Von der Rega ins Spital geflogen

Ein Auto mit Schwyzer Kontrollschildern wurde von der Schneemasse rund 100 Meter mitgerissen. Die beiden verletzten Fahrzeuginsassen wurden mit dem Rettungsdienst ins Kantonsspital Uri gebracht.

Das andere Auto mit deutschen Kontrollschildern kam aufgrund des Schneerutsches leicht von der Strasse ab. In diesem Fahrzeug befanden sich ebenfalls zwei Personen. Die Beifahrerin wurde verletzt und mit einem Rega-Helikopter ins Spital gebracht. Alle verletzten Personen befinden sich ausser Lebensgefahr.

Räumungsarbeiten laufen

Der Schneerutsch verschüttete die Strasse auf einer Länge von rund 100 Metern. Die Passstrasse bleibt bis auf Weiteres gesperrt. Derzeit ist die Klausenpassstrasse von der Urner Seite bis zur

Klausenpasshöhe offen. Von der Glarner Seite ist die Passstrasse bis Siwboden befahrbar. Räumungsarbeiten sind im Gang.

Wie es zu dem Unglück kommen konnte, muss erst noch untersucht werden. Erst vergangenen Donnerstag wurde die Wintersperre am Klausenpass aufgehoben. «Der Entscheid, ob eine Passstrasse für den Verkehr frei gegeben wird beziehungsweise befahrbar ist, liegt bei der Urner Baudirektion. Leider hat man im alpinen Gebirge aber nie eine hundertprozentige Sicherheit», so Planzer.

Der Klausenpass verbindet die Kantone Glarus und Uri.

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