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Lawine geht auf Skipiste nieder: Ein Toter

In Zermatt VS ist ein Skifahrer in eine Lawine geraten und nach seiner Bergung gestorben. Das Pikante: Der Mann befand sich auf einer frei gegebenen Piste. Nun wird untersucht, ob diese hätte gesperrt werden sollen.

Das eidgenössische Institut für Schnee- und Lawinenforschung kläre ab, wie die Situation vor Ort gewesen sei, sagte Renato Kalbermatten, Sprecher der Kantonspolizei Wallis am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Unter anderem würden Schneeprofile erstellt.

Erst nach diesen Abklärungen könne die Frage nach der Verantwortlichkeit gestellt werden, sagte Kalbermatten weiter. Allenfalls würden Ermittlungen gegen den Seilbahnbetreiber eingeleitet. Dieser sei für die Pistensicherheit verantwortlich. Den Bericht des Instituts erwartet Kalbermatten in einigen Wochen.

Der Skifahrer, ein 66-jähriger Walliser, wurde auf der Piste «Kumme Nr. 15» im Skigebiet Rothorn verschüttet. Er konnte geborgen werden, starb aber wenige Stunden später an seinen schweren Verletzungen im Spital. Zwei Frauen, die ebenfalls in die Lawinen geraten waren, konnten sich selber befreien und blieben unverletzt.

Die Lawine legte einen Weg von ungefähr 500 Meter zurück und war 250 Meter breit. «Das ist eine grosse Lawine», sagte Kalbermatten. Hoch sei sie indes nicht gewesen. Den Mann hätten die Rettungskräfte unter einer Schneedecke von nur 30 Zentimetern gefunden.

(sda)

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