Aktualisiert 20.03.2011 17:29

SkitourLawine reisst drei Skifahrer in den Tod

Vier deutsche Skitourenfahrer sind am Samstagnachmittag im Gebiet Gorigrad am Flüelapass von einer Lawine verschüttet worden. Nur einer überlebte.

Wie die Kantonspolizei Graubünden am Sonntag mitteilte, hatten sich die vier Tourenfahrer auf der Talfahrt vom Gorigrad in Richtung Tschuggentälli befunden, als sie auf einer Höhe von rund 2700 Metern über Meer die Lawine auslösten. Alle vier wurden rund 100 Meter in die Tiefe mitgerissen und verschüttet. Ein Mitglied der Gruppe konnte sich nach mehrere Stunden selbständig aus der Lawine befreien und den Rettungsdienst alarmieren. Die drei anderen konnten nur noch tot geborgen werden.

Die Suchtrupps orteten gegen 2.30 Uhr in der Nacht auf Sonntag die Verunfallten. Für die drei gut 40- jährigen Männer kam jede Hilfe zu spät.

An der Suche beteiligten sich zwei Rega-Helikopter sowie rund 20 Personen der Rettungskolonne Davos/Klosters. Der 47-jährige Tourengänger, der sich selbständig aus den Schneemassen befreien konnte, wurde mit Erfrierungen unbestimmten Grades ins Spital Davos überführt, wo er auch durch ein Care Team psychologisch betreut wird.

Alle Gruppenmitglieder waren mit Lawinen-Verschütteten- Suchgeräten ausgerüstet. Gemäss Lawinenbulletin des Lawinenforschungsinstituts Davos galt für die Unfallregion die Gefahrenstufe «erheblich». (sda)

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