Lawine tötet Berner
Aktualisiert

Lawine tötet Berner

Ein etwa 50-jähriger Skifahrer aus dem Kanton Bern ist heute am Roc d'Ozival bei Grimentz VS von einer Lawine verschüttet worden. Er konnte nur noch tot geborgen werden.

Die Lawine erfasste den Mann, als er als fünfter und letzer einer Tourengruppe abseits der markierten Pisten ein Couloir am Nordhang des Bergs rund 2800 Meter über Meer durchfuhr. Die Gruppe wurde von einem Bergführer begleitet, der die Stelle als Erster befuhr. Weitere drei Skifahrer traversierten problemlos.

Der Bergführer ortete den Verschütteten mit einem Lawinensuchgerät und begann ihn auszugraben. Die sofort mit einem Helikopter der Air-Glaciers eingeflogenen Rettungskräfte fanden den Verunglückten schliesslich tot unter einer Schneedecke von 1,80 Metern. Das Untersuchungsrichteramt Mittelwallis leitete eine Untersuchung ein.

Lawinenverursacher machen sich davon

Ein zweiter Lawinenniedergang in Verbier verlief glimpflich. Nach Angaben der Kantonspolizei lösten drei Variantenskifahrer kurz vor Mittag eine Lawine aus, die auf eine Skipiste niederging. Dort rissen die Schneemassen eine Frau sowie einen Mann mit seinem Sohn mit.

Die drei wurden teilweise verschüttet und konnten sich unverletzt aus den Schneemassen befreien. Die Rettungskolonne suchte anschliessend mit Lawinenhunden den Lawinenkegel ab, fand aber keine weiteren Verschütteten.

Die drei Variantenskifahrer, welche die Lawine ausgelöst hatten, machten sich davon, ohne sich um mögliche Verschüttete zu kümmern. Auch in diesem Fall wurde eine Untersuchung eingeleitet.

Die Kantonspolizei warnt eindringlich vor der aktuellen erheblichen Lawinengefahr im Wallis. Es sei davon abzuraten, die markierten Pisten zu verlassen.

(sda)

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