Vilan und Mürren: Lawinenunglücke fordern acht Tote
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Vilan und MürrenLawinenunglücke fordern acht Tote

In den Bündner, Berner und Walliser Alpen sind am Samstag bei mehreren Lawinenniedergängen insgesamt acht Personen ums Leben gekommen. Fünf davon am Vilan GR.

von
cho

Am Samstag verloren insgesamt acht Menschen in den Schweizer Bergen ihre Leben. Ein Lawine riss am Samstagnachmittag in Graubünden gleich acht Skitourenfahrer mit und verschüttete sie. Drei Personen konnten nur noch tot aus den Schneemassen geborgen werden. Vier Personen wurden schwer verletzt mit der Rega ins Spital geflogen, zwei davon starben später im Spital.

Die neunköpfige Skitourengruppe befand sich am Samstag auf einer Skitour zum Vilan im Prättigau. Bei der Abfahrt Richtung Seewis GR löste sich in einer Höhe von rund 2200 m.ü.M. eine Lawine und riss acht Personen mit. Die Tourengänger waren alle mit Lawinen-Verschütteten-Suchgeräten ausgerüstet.

In verschiedene Spitäler geflogen

Die vier Verletzten wurden in die Spitäler nach St. Gallen, Zürich und Chur geflogen. Zwei Personen verstarben später an ihren schweren Verletzungen. Die Rettungskräfte boten für die beiden unverletzten Kollegen ein Care Team auf.

Bei der Rettung standen drei Rega-Helikopter, ein Helikopter der Heli Bernina und ein Helikopter der Swiss Helicopter im Einsatz. Vor Ort waren auch ein Rettungsteam der SAC Sektion Prättigau mit acht Personen und einem Lawinenhund.

Zwei Tote im Oberland

In Mürren im Berner Oberland kam ein Snowboarder in der Region Schilthorn ausserhalb der Pisten unterhalb der Station Birg in ein Schneebrett. Der 28-jährige Basler konnte zwar von Suchhunden lokalisiert aber von den Helfern nicht mehr gerettet werden, wie die Kantonspolizei Bern am Abend mitteilte.

Auch in Adelboden kam es zu einem tödlichen Lawinenunglück. Zwar konnte der Mann, der ausserhalb der Piste in ein Schneebrett geraten war, gerettet und ins Spital geflogen werden. Dort verstarb er aber am Abend, wie es weiter hiess.

Lawinen in St. Gallen

Eine Gruppe von drei Variantenskifahrern war in Wildhaus abseits der Pisten unterwegs. Einer der Skifahrer löste dabei ein Schneebrett aus und stürzte über eine Felswand 650 Meter in die Tiefe. Die Rega konnte ihn nur noch tot bergen.

In Flumserberg wurde eine Snowboarderin von einer Lawine verschüttet. Sie hatte zuvor das Skigebiet verlassen. Ein Begleiter befreite sie glücklicherweise unverletzt, wie die Kantonspolizei St. Gallen mitteilt.

Erhebliche Lawinengefahr

Glimpflich ging ein Lawinenunfall oberhalb von Verbier VS aus. Am Samstagmittag waren zwei Skifahrer von einer Lawine verschüttet worden. Die Rettungskräften konnten sie schnell aus den Schneemassen befreien. Die Skifahrer wurden leicht verletzt. Ein Helikopter flog sie zur Kontrolle ins Spital.

Die Lawine ging auf 2600 Metern über Meer in der Region des Col du Crebelet ab. Wie die Walliser Kantonspolizei mitteilte, war eine Gruppe ausländischer Skifahrer ausserhalb der markierten Pisten unterwegs.

Auf dem gesamten Kantonsgebiet des Wallis herrscht derzeit erhebliche bis grosse Lawinengefahr. Die Schneedecke ist sehr störanfällig. Dabei gehen Lawinen spontan ab oder werden schon durch einzelne Schneesportler ausgelöst.

Im übrigen Alpenraum gilt gemäss dem WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) erhebliche Lawinengefahr (Stufe 3). Touren erforderten deshalb grosse Vorsicht und Zurückhaltung.

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