Enceladus: Leben auf dem Saturnmond Aliens? Neue Hinweise befeuern die Theorie

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Enceladus Leben auf dem Saturnmond Aliens? Neue Hinweise befeuern die Theorie

Die Auswertung von Daten der Saturn-Sonde Cassini zeigt, dass auf dem Eismond alle Bausteine des Lebens vorhanden sind. Trotz der eisigen Oberfläche findet sich darunter sogar flüssiges Wasser.

von
Benedikt Hollenstein
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Mit dem Nachweis von Phosphor ist Forschenden auf dem Saturnmond Enceladus eine wichtige Entdeckung gelungen.

Mit dem Nachweis von Phosphor ist Forschenden auf dem Saturnmond Enceladus eine wichtige Entdeckung gelungen.

REUTERS
So soll es im Inneren von Enceladus laut den Forschenden aussehen.

So soll es im Inneren von Enceladus laut den Forschenden aussehen.

Southwest Research Institute
Der flüssige Ozean unter der Oberfläche soll gar bewohnbar sein.

Der flüssige Ozean unter der Oberfläche soll gar bewohnbar sein.

Reuters

Darum gehts

Es mehren sich die Hinweise, dass auf dem Saturnmond Enceladus ausserirdisches Leben existieren könnte. Anhand von Daten der Saturn-Sonde Cassini hat eine Gruppe von Forschenden herausgefunden, dass es unter der Oberfläche des Eismondes Phosphor gibt, wie Futurezone.at berichtet. Das Element gilt als einer der elementaren Bausteine, die für einfaches Leben notwendig sind.

Vielversprechender Eismond

Damit gilt Enceladus, der Eismond des geringten Planeten, laut Christopher Glein vom Southwest Research Institute in Texas, als einer der prominentesten Himmelskörper, wenn es um die Suche nach ausserirdischem Leben geht. «Seit die Cassini-Sonde am Saturn vorbeigeflogen ist, werden wir immer wieder überwältigt von den Erkenntnissen, die wir aus den gesammelten Daten gewinnen können», so Glein.

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Nebst unterirdischen Phosphor-Beständen machte Cassini auch andere spannende Entdeckungen auf dem Eismond. So gibt es unter der frostigen Oberfläche flüssiges Wasser, ausserdem wurde bereits beobachtet, wie aus Rissen im Eismantel auch Wasserdampf-Wolken in den Weltraum aufstiegen. «Die Zusammensetzung dieser Wolken erfüllt fast alle Voraussetzungen, um Leben, wie wir es kennen, zu ermöglichen», sagt Glein. Zuvor habe man angenommen, dass vor allem Phosphor auf dem Saturnmond ein höchst rares Gut sei.

Bewohnbarer Ozean

Doch laut den Geochemiemodellen von Enceladus verfügt der Eismond über höhere Phosphorwerte als das Meerwasser der Erde. «Wir können uns also mehr denn je darauf verlassen, dass der Ozean von Enceladus bewohnbar ist», sagt der Forscher. Der nächste Schritt sei deshalb sonnenklar – eine Rückkehr zum Eismond, um zu überprüfen, ob jener bewohnbare Ozean vielleicht sogar schon bewohnt sei.

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