Aktualisiert 06.03.2005 21:36

Leben zerstört – wegen Trojaner

Über fünf Jahre musste ein schwedischer Professor mit dem Vorwurf, ein Kinderschänder zu sein, leben – nun konnte ein Gericht seine Unschuld beweisen.

Auf dem Arbeitscomputer des mittlerweile 41-jährigen Magnus Eriksson an der Universität Lund wurden 1999 über 12 000 Porno-Bilder gefunden – rund 3000 davon mit Kinder-Sex.

Der Professor verlor daraufhin seinen Job. Die Leitung der Juristischen Fakultät an der Universität veröffentlichte zudem seinen Namen und erteilte dem Mann Hausverbot.

Eriksson wurde danach von Studenten verspottet und beschimpft. Als Reaktion darauf zog der Mann nach Spanien, wo er ohne Arbeit und schwer krank lebte.

Der inzwischen vom Verdacht der Pädophilie befreite Professor könnte Opfer eines Studenten-Scherzes sein: Nach Meinung der Ermittler wurden die pornografischen Bilder mit Hilfe eines Trojaners auf seinen PC heruntergeladen.

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