Tierquälerei: Lebende Krabben aus dem Automaten
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TierquälereiLebende Krabben aus dem Automaten

Snacks aus dem Automaten sind praktisch. In Nanjing dürfte aber so manchem westlichen Touristen der Appetit vergehen: Die Ware dort ist etwas gar frisch.

von
dhr

Tierschutz wird in China bekanntlich nicht mit grossen Buchstaben geschrieben. Kein Wunder also, dass sich im Reich der Mitte kaum jemand an dem für mitteleuropäische Begriffe eher speziellen Snack stört, der neuerdings in Automaten in der ostchinesischen Metropole Nanjing angeboten wird: lebende Krabben.

Das Meeresgetier gibt es, wie die britische Zeitung «Telegraph» berichtet, in drei Grössen: klein, mittel, gross. Die Krabben sind trotz des stolzen Preises – zwischen umgerechnet zweieinhalb und acht Franken – ein populärer Snack. Täglich werden gemäss Angabe der Firma Twin Lake Crab Company, die die Automaten in verschiedenen U-Bahnstationen von Nanking betreibt, mehr als zweihundert Krabben verkauft.

Die Tiere sind quasi betäubt, da die Temperatur im Automaten lediglich fünf Grad Celsius beträgt. Sollte der Kunde wider Erwarten doch eine tote Krabbe aus dem Automaten ziehen, bekommt er als Schadenersatz drei Gratis-Krabben.

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