Aktualisiert 24.05.2007 11:01

Lebende Kühe als Tigerfutter

Die Zuschauer in den vergitterten Bussen geraten in Erregung, als der Lieferwagen vorfährt. Kinder drücken ihre Nasen an die Fenster. Was dann folgt, ist ein Albtraum: In einem chinesischen Zoo werden lebende Kühe an Tiger verfüttert.

Tierrechtler sind schockiert: Ein britisches Fernsehteam hat in einem chinesischen Zoo gefilmt, wie eine lebende Kuh von einer Horde Tiger zerrissen wird. Auch Hühner und Enten werden den Grosskatzen im Wildreservat im nordchinesischen Harbin zum Frass vorgeworfen.

Die Zuschauer können das «Futter» kaufen: Ein Huhn kostet umgerechnet über sechs Franken; für eine Kuh müssen knapp 250 Franken hingeblättert werden.

Die sibirischen Tiger sind alle wohlgenährt. Sie töten die Beute nicht sofort, wie das in der freien Wildbahn der Fall wäre, sondern spielen mit dem Opfer. Die Kuh stirbt einen qualvollen Tod; auch nach zehn Minuten ist das Tier noch nicht verendet.

Vorbereitung auf die Auswilderung

Das Geld der Touristen werde benötigt, um den Park zu unterhalten, sagte ein Sprecher des Wildreservats. Die Tiger sollen im Reservat auf das Leben in freier Wildbahn vorbereitet werden.

Tierquälerei in China

China ist nicht zum ersten Mal in den Fokus von Tierschutzorganisationen geraten. Das TV-Team von «Sky News» filmte auch andere Missstände im Reich der Mitte, zum Beispiel in Frauenkleider gehüllte Bären, die Kleinwagen ziehen müssen.

Empörung verursacht auch immer wieder die Verwendung exotischer - oft vom Aussterben bedrohter - Tierarten in der Küche oder in der Apotheke (20Minuten.ch berichtete)

dhr

Quelle: YouTube.com

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