Frankreich: Lebenden Pferden werden Ohren als Trophäe abgeschnitten
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FrankreichLebenden Pferden werden Ohren als Trophäe abgeschnitten

Der Verdacht hat sich nicht erhärtet: Nach zahlreichen Tiermisshandlungen in Frankreich wurde ein Mann festgenommen – und wenig später wieder freigelassen.

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Diesem Pferd fehlt ein Ohr. 

Diesem Pferd fehlt ein Ohr.

RTL Info
Das Tier wurde Opfer des Pferderippers in Frankreich.

Das Tier wurde Opfer des Pferderippers in Frankreich.

Facebook/Protection Animale
Dieses Pferd wurde an einen Baum gebunden …

Dieses Pferd wurde an einen Baum gebunden …

Facebook/Protection Animale

Darum gehts

  • Ein «Pferderipper» sorgt in Frankreich für Angst und Schrecken unter Pferdebesitzern.
  • Seit Anfang Jahr sind in Frankreich 153 Fällen der Verstümmelung von Tieren registriert worden.
  • Eine Person wurde festgenommen, wenig später jedoch wieder freigelassen.

Hat der Schrecken für Pferdebesitzer in Frankreich nun ein Ende? Seit Anfang des Jahres wurden immer wieder Fälle von misshandelten Pferden bekannt. Nun ist ein Mann im an Deutschland grenzenden Département Haut-Rhin festgenommen worden, berichtete der Radiosender France Bleu unter Berufung auf die zuständige Staatsanwaltschaft. Demnach wurde der Mann verdächtigt, Ende August in Villefranche-Saint-Phal im südlich von Paris liegenden Département Yonne ein Pferd und zwei Ponys misshandelt zu haben. Wie es in dem Bericht hiess, habe sich der Verdacht aber nicht bestätigt und der Verdächtige wurde wieder freigelassen. Die Polizei hatte zuletzt nach zwei Angreifern gesucht und ein Phantombild eines Verdächtigen veröffentlicht.

«Ich lebe in Angst»

Bereits seit Anfang des Jahres wurden Angriffe auf Pferde in unterschiedlichen Teilen Frankreichs registriert. Im Sommer hätten diese noch weiter zugenommen, hiess es im Radiobericht. Der Pferdebesitzer Nicolas Damejean sagt zu «Europe1»: «Ich lebe in Angst. Nachts habe ich Freiwillige, die Runden machen.»

Insgesamt seien in 153 Fällen der Verstümmelung von Tieren in mehr als der Hälfte aller französische Départements Ermittlungen eingeleitet, sagte Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin. In gut 30 Fällen seien die Verletzungen «extrem gewalttätig» zugefügt worden, so Darmanin. Der Innenminister rief Pferdebesitzer dazu auf, ruhig zu bleiben und keine Selbstjustiz zu betreiben.

«Barbaren haben mein Pferd an einen Baum gebunden»

So sei mehreren Pferden das rechte Ohr abgeschnitten worden. «Euronews» vermutet, dass die Täter das Ohr als Trophäe mitnahmen. Eine Pferdehalterin schildert auf der Facebook-Seite «Protection Animale», wie die Täter vorgegangen sind. «Diese Barbaren haben meinem Pferd ein Halfter angezogen und es an einen Baum gebunden.» Dann hätten die Täter auf das Tier eingestochen. Zum Glück habe sich ihr Pferd losreisen können.

Auch am Wochenende war von mehreren Vorfällen berichtet worden. Im Burgund suchten Sicherheitskräfte nach zwei Menschen, die ein Pferd Berichten zufolge auf einer Weide verletzt haben sollen. Im Département Cantal im Zentralmassiv sei am Wochenende eine Stute tot und verstümmelt aufgefunden worden, hiess es weiter. Dem Tier habe unter anderem ein Ohr gefehlt. Vor dem Hintergrund derartiger Vorfälle im ganzen Land seien Pferdehalter aufgefordert worden, die Sicherheitskräfte zu rufen und nicht selbst einzuschreiten, falls Tiere zu Schaden kommen.

Auch in Deutschland meldeten Pferdebesitzer zuletzt Angriffe auf ihre Tiere. Etwa in der Rhein-Neckar-Region wurden mehrere Stuten und Fohlen teils schwer verletzt, ein Tier musste eingeschläfert werden.

(DPA, woz)

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