Lebenslänglich für ehemaligen Wehrmacht-Hauptmann in Italien
Aktualisiert

Lebenslänglich für ehemaligen Wehrmacht-Hauptmann in Italien

Ein italienisches Militärtribunal hat einen ehemaligen Hauptmann der Wehrmacht gestern in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt. Der 93-jährige Mann war im August 1944 an der Tötung von vier Zivilisten beteiligt.

Das Gericht in der norditalienischen Stadt La Spezia sah es als erwiesen an, dass der Wehrmachtsoffizier im August 1944 an der Tötung von vier Bauern beteiligt gewesen war. Der Staatsanwalt hatte in seinem Plädoyer ausgeführt, der damals 29-Jährige Offizier sei «grausam und grundlos» vorgegangen.

Der Wehrmachtsoffizier hatte die Tötung der Zivilisten in Grotta di Maona bei Monsummano Terme damit begründet, dass sie Lichtsignale an italienischen Partisanen sandten.

Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa meldete, nahm der Offizier wegen eines Malariaanfalls nicht direkt an der Tötung der vier Italiener teil. Der Staatsanwaltschaft zufolge gab er jedoch den Befehl zu ihrer Hinrichtung. Laut Ansa lebt der heute Verurteilte unbehelligt in seiner deutschen Geburtsstadt.

(sda)

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