Aktualisiert 15.02.2006 10:36

Lebenslänglich für Luzerner «Todespfleger»

Das Luzerner Obergericht hat die lebenslängliche Zuchthausstrafe für den «Todespfleger» zwar bestätigt, stufte aber nur sieben der 22 Tötungen als Mord ein.

Das Kriminalgericht Luzern hatte vor einem Jahr den heute 37- jährigen ehemaligen Pfleger wegen 22-fachen Mordes sowie drei vollendeten und zwei unvollendeten Mordversuchen für schuldig befunden. Der Staatsanwalt, der nur eine Minderheit der Tötungen als Mord einstufte, hatte 17 Jahre Zuchthaus gefordert.

Für den Verteidiger war dagegen keine der Tötungen Mord, weshalb er Berufung eingelegt hatte. Er machte vor dem Obergericht geltend, seinem Mandanten fehle die für einen Mörder typische skrupellose Gesinnung. Die Taten gehen auf die Jahre 1995 bis 2001 zurück.

(sda)

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