Aktualisiert 29.06.2005 10:12

Lebenslang für Mörder von Levke und Felix

Wegen Mordes und Sexualverbrechen an den Kindern Levke und Felix hat das Landgericht Stade den 31-jährigen Marc Hoffmann am Mittwoch zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt.

Ausserdem stellten die Richter ein besonders schwere Schuld des Angeklagen fest und ordneten Sicherungsverwahrung an. Mit dieser absoluten Höchststrafe folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Dagegen hatte die Verteidigung beantragt, Hoffmann wegen Schuldunfähigkeit in die geschlossene Psychiatrie einzuweisen.

Dem Urteil zufolge hat der arbeitslose Installateur aus Bremerhaven am 6. Mai 2004 die achtjährige Levke vor ihrem Elternhaus in Cuxhaven-Altenwalde mit seinem Auto verschleppt, sich sexuell an ihr vergangen und zur Verdeckung der Straftaten ermordet. Die Leiche versteckte er in einem Wäldchen am Bigge-See nahe seinem Heimatort Attendorn. Am 30. Oktober 2004 lockte er den achtjährigen Felix aus Neu Ebersdorf (Landkreis Rotenburg), der mit seinem Fahrrad unterwegs war, in sein Auto, indem er behauptete, dessen Mutter habe einen Unfall gehabt. Hoffmann verging sich sexuell an dem Jungen und ermordete ihn. Die Leiche warf er verpackt in den Fluss Geeste.

Marc Hoffmann hatte am ersten Verhandlungstag, dem 9. Mai, in einer vom Verteidiger abgegebenen Erklärung die zwei Morde gestanden. Verurteilt wurde er im Einzelnen wegen zweifachen Mordes, Freiheitsberaubung mit Todesfolge in Tateinheit mit Kindesentziehung sowie sexuellen Kindesmissbrauchs. (dapd)

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