Aktualisiert 17.07.2019 14:55

Urteil in New YorkLebenslange Haft für Drogenbaron «El Chapo»

Der mexikanische Drogenboss Joaquín Guzmán muss lebenslang ins Gefängnis. Das Strafmass wurde am Mittwoch in New York verkündet.

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Am 17. Juli 2019 wurde in New York das Strafmass gegen Joaquín «El Chapo» Guzmán verkündet: Der Drogenboss muss lebenslang ins Gefängnis.

Am 17. Juli 2019 wurde in New York das Strafmass gegen Joaquín «El Chapo» Guzmán verkündet: Der Drogenboss muss lebenslang ins Gefängnis.

AFP/ho
In einem der grössten Prozesse zu Drogenkriminalität in der Geschichte der USA hatte eine Jury «El Chapo» im Februar 2019 in allen zehn Anklagepunkten für schuldig befunden.

In einem der grössten Prozesse zu Drogenkriminalität in der Geschichte der USA hatte eine Jury «El Chapo» im Februar 2019 in allen zehn Anklagepunkten für schuldig befunden.

AP/Elizabeth Williams
Er wurde wegen Beteiligung an einer Verbrecherorganisation, Herstellung und internationaler Verbreitung der Drogen Kokain, Heroin, Methamphetamin und Marihuana sowie wegen Geldwäsche und Gebrauchs von Schusswaffen verurteilt.

Er wurde wegen Beteiligung an einer Verbrecherorganisation, Herstellung und internationaler Verbreitung der Drogen Kokain, Heroin, Methamphetamin und Marihuana sowie wegen Geldwäsche und Gebrauchs von Schusswaffen verurteilt.

AP/Elizabeth Williams

Der mexikanische Drogenbaron Joaquín «El Chapo» Guzmán muss bis an sein Lebensende im Gefängnis bleiben. Ein New Yorker Gericht verkündete am Mittwoch, das Strafmass gegen den 62-Jährigen laute lebenslang plus symbolische weitere 30 Jahre Haft.

Ausserdem muss Guzmán 12,6 Milliarden Dollar für seine aufwändige Strafverfolgung erstatten. Dies sei eine «konservative Schätzung» der Summe, die Guzmán aus der Drogenkriminalität eingenommen habe, hatte die Staatsanwaltschaft zuvor mitgeteilt.

Damit folgte das Gericht der Forderung der Anklage. Sie hatte vergangene Woche argumentiert, Guzmán sei ein «erbarmungsloser und blutrünstiger Anführer des Sinaloa-Kartells» gewesen.

Schuldig in allen zehn Anklagepunkten

Die Staatsanwaltschaft hatte «El Chapo» in dem New Yorker Mammutprozess für den Schmuggel oder versuchten Schmuggel von 1200 Tonnen Kokain, mehr als 49 Tonnen Marihuana, mehr als 200 Kilogramm Heroin und grossen Mengen Methamphetamin in die USA verantwortlich gemacht.

Bereits im Februar wurde der langjährige Chef des berüchtigten Sinaloa-Kartells in sämtlichen Anklagepunkten schuldig gesprochen - unter anderem wegen Beteiligung an einer Verbrecherorganisation, Herstellung und internationaler Verbreitung der Drogen Kokain, Heroin, Methamphetamin und Marihuana sowie wegen Geldwäsche und Gebrauchs von Schusswaffen.

Guzmán galt als der mächtigste Drogenbaron seit dem Kolumbianer Pablo Escobar. Für Schlagzeilen sorgte er auch durch zwei spektakuläre Gefängnisausbrüche. Ein halbes Jahr nach seinem letzten Ausbruch im Juli 2015 wurde er in seinem Heimat-Bundesstaat Sinaloa festgenommen und ein Jahr später an die USA ausgeliefert. Dort begann im November sein Prozess. (kle/afp)

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