Aktualisiert 28.09.2005 00:11

Lebensmittelpreise: Schweiz auf Rang 4

Dass die Schweiz das teuerste Land Europas ist, ist bloss ein Vorurteil, wie eine aktuelle Marktstudie beweist.

Die Studie, die in 15 europäischen Ländern durchgeführt wurde, zeigt deutlich, dass Waren des täglichen Bedarfs im hohen Norden mehr aufs Portemonnaie schlagen als in der Schweiz. In Norwegen ist der Warenkorb mit 160 Markenprodukten mit einem Preisniveau von 127,2% (im Vergleich zum Durchschnitt) am teuersten.

Dies ist das Fazit einer Studie des Marktforschungsinstituts ACNielsen. Am billigsten kommt man in Deutschland weg, wo die identischen Waren 42,5% weniger kosten als in Norwegen. Die Schweiz liegt auf Platz vier hinter Dänemark und Finnland und vor Grossbritannien. Das Schweizer Sortiment ist 26,1% teurer als beim Nachbarn Deutschland und 5,2% teurer als in England.

Auch bei den Preisdifferenzen innerhalb der Länder nimmt die Schweiz keinen Spitzenplatz ein: Mit 27% liegen wir mit Portugal auf dem 10 Platz. Schweden verzeichnet mit 52% die grösste Inland-Differenz. Am anderen Ende der Skala finden sich Grossbritannien und Frankreich: Hier fand ACNielsen mit 15 und 12 Prozent die kleinsten Preisunterschiede. Noch vor drei Jahren mussten die Verbraucher in England Differenzen von bis zu 37% in Kauf nehmen. Die Nivellierung wird auf den harten Preiskampf zurückgeführt.

(mhb)

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