Evakuation: Lebensmüder öffnet Gashahn in Wohnhaus
Aktualisiert

EvakuationLebensmüder öffnet Gashahn in Wohnhaus

Wegen eines lebensmüden Mannes, der seinen Küchen-Gashahn geöffnet hatte, mussten in Basel mehrere Häuser evakuiert werden. Nur mit Glück konnte eine Explosion verhindert werden.

von
huf/aj
Das Gebiet rund um die gefährdeten Mehrfamilienhäuser wurde weiträumig abgesperrt.

Das Gebiet rund um die gefährdeten Mehrfamilienhäuser wurde weiträumig abgesperrt.

Nachbarn schlugen kurz vor Mittag wegen starken Gasgeruchs Alarm. Offenbar war der Gashahn schon längere Zeit offen gewesen und Gas ausgeströmt. Betroffen waren ältere Gebäude im grenznahen letzten Abschnitt der Hegenheimerstrasse, unweit der Grenze zu Frankreich.

«Die Polizei hat uns per Lausprecher aufgefordert unsere Wohnungen zu verlassen und sofort raus zu gehen», erzählt eine Anwohnerin gegenüber 20 Minuten. Schon ein elektrischer Funken etwa einer Türklingel oder eines alten Telefons hätte das Gas entzünden können, sagte Kriminalkommissär Peter Gill.

«Wir mussten draussen in Sicherheit warten, bis uns die Polizei erklärte, dass alles wieder in Ordnung sei», so die Anwohnerin.

Strafverfahren eingeleitet

Nachdem die Feuerwehr die Hauptgasleitung geschlossen hatte, drang die Polizei zum «erheblich alkoholisierten» Mann vor. Aufgrund seines Zustands wurde er ins Spital gebracht. Gill lobt das Vorgehen der Einsatzkräfte vor Ort als sehr umsichtig. Wohl nur darum gab es keine Verletzten zu beklagen.

Den geöffneten Gashahn und die Ankündigung des Mannes, sich das Leben nehmen zu wollen, wertet die Staatsanwaltschaft angesichts der erheblichen Gefahr für Dritte als Drohung. Ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Lebens wurde eingeleitet. Der Mann wurde laut Gill im Verlauf des Nachmittags in die Psychiatrie eingeliefert.

Jener Abschnitt der Hegenheimerstrasse blieb über Mittag für rund eine Stunde gesperrt. Es werden Zeugen gesucht. (huf/aj/sda)

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