Curling-WM: Lebenszeichen der Schweizer Curler
Aktualisiert

Curling-WMLebenszeichen der Schweizer Curler

Die Schweizer Curler haben an der Heim-WM in Basel den zweiten Sieg gefeiert. Das Team um Skip Jan Hauser bezwang die USA 7:5. Die Bilanz ist dennoch miserabel.

Toni Müller (l.) und Jan Hauser können sich über den zweiten Sieg an der WM in Basel nicht richtig freuen. (Bild: Keystone)

Toni Müller (l.) und Jan Hauser können sich über den zweiten Sieg an der WM in Basel nicht richtig freuen. (Bild: Keystone)

Die Schweizer Curler kommen an der WM in Basel nicht vom Fleck. Nach einer 3:6-Niederlage gegen Neuseeland und einem 7:5-Sieg gegen die USA liegen sie weiterhin an vorletzter Stelle.

Nach ihren insgesamt unbefriedigenden Leistungen der ersten vier Wettkampftage in der St. Jakobshalle ist es den Curlern des Grasshopper-Club um Skip Jan Hauser am Mittwochvormittag buchstäblich dreckig ergangen. Im 4. End erwischte ein wichtiger Stein des jungen Schweizer Nummer 4 Benoît Schwarz auf halbem Weg einen Dreck, wurde um mehrere Grad aus der Richtung abgelenkt und riss schliesslich einen anderen Schweizer Stein aus dem Haus. Die sich im bisherigen WM-Turnier prächtig schlagenden Aussenseiter aus Neuseeland kamen auf diese Weise zu einem geschenkten Dreierhaus, das die Partie völlig kehrte.

Die Wende gegen die USA

Am Nachmittag errangen die Schweizer gegen die USA (Heath McCormick) mit 7:5 nach einem 2:4-Rückstand den zweiten Sieg im neunten Spiel. In diesem Match spielte das Team wieder in der Originalbesetzung mit Toni Müller auf der vierten und Jürg Bamert auf der ersten Position.

In den beiden verbleibenden Vorrundenspielen vom Donnerstag gegen Norwegen (9 Uhr) und Frankreich (19 Uhr) können sich die Schweizer bestenfalls noch auf den 8. Platz verbessern. Ein möglichst guter WM-Rang ist für Swiss Curling wichtig im Hinblick auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2014 in Sotschi.

Basel. WM Männer. Round Robin. 12. Runde:

Neuseeland (Kenny Thomson, Scott Becker, Sean Becker, Skip Peter De Boer) - Schweiz (Grasshoppers/Toni Müller, Marco Ramstein, Skip Jan Hauser, Benoît Schwarz) 9:6.

Norwegen (Thomas Ulsrud)- China (Liu Rui) 7:5.

Schottland (Tom Brewster) - Schweden (Niklas Edin) 7:4.

Dänemark (Rasmus Stjerne) - Tschechien (Jiri Snitil) 9:8.

Schweiz (Jürg Bamert, Ramstein, Skip Hauser, Müller) - USA (Dean Gemmell, Martin Sather, Bill Stopera, Skip Heath McCormick) 7:5.

Kanada (Glenn Howard) - Schweden 10:6.

China - Deutschland (Johnny Jahr) 7:6 nach Zusatz-End.

Tschechien - Frankreich (Thomas Dufour) 11:9.

Rangliste:

1. Kanada 8/16.

2. Schottland 8/12.

3. China 9/12. 4. Neuseeland und Norwegen je 8/10.

6. Schweden 9/10.

7. Dänemark 8/8.

8. Frankreich 8/6.

9. Deutschland und USA je 8/4.

11. Tschechien und Schweiz je 9/4. (si)

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