Radiokonzessionen: Lebrument zeigt Schawinski an
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RadiokonzessionenLebrument zeigt Schawinski an

Der Radiopionier Roger Schawinski soll den Bündner Verleger Hanspeter Lebrument beim Bakom schlecht gemacht haben. Der Streit um die Radiokonzessionen eskaliert mit einer Strafanzeige Lebruments wegen Ehrverletzung gegen Schawinski und seine Mitstreiter.

Der Stein des Anstosses: Radio-Pionier Schawinski wirft dem «Südostschweiz»-Verleger und Radio-Grischa-Präsident Lebrument unter anderem vor, er habe Mitarbeiter ohne Sozialplan auf die Strasse geworfen und vergraule seit Jahren alle wichtigen Angestellten. Dies berichtet die «SonntagsZeitung» in ihrer heutigen Ausgabe.

Die Kritik äusserte Schawinski nicht unter vier Augen, sondern in einer Stellungnahme ans Bundesamt für Kommunikation (Bakom). Dort bewerben sich derzeit beide um eine Radiokonzession für die Region Südostschweiz – Lebrument als Bisheriger mit Radio Grischa, Schawinski als Neuling mit Radio Südost.

Solch harsche Worte aus Gegners Feder waren zuviel für Lebrument. Ob der «puren Diffamierung» empfinde er «seelischen Schmerz», heisst es in der Anzeige, die er gemäss «SonntasZeitung» am 3. Juli beim Kreisgericht Chur einreichte. Man stelle ihn als «charakterlich unanständigen Menschen» dar.

Deshalb fordert Lebrument – auch Präsident des Verlegerverbands – von Schawinski und seinen Mitinitianten Stefan Bühler und Dani Sigel eine Genugtuung von 1000 Franken. Und dass sie bestraft werden.

Widersacher Schawinski zeigt sich ob dieses Schachzugs verblüfft. «Grotesk» sei die Anzeige, sagt er – zumal gar keine Ehrverletzung stattgefunden habe. Die Stellungnahme mit den Vorwürfen sei nur ans Bakom gegangen und nicht öffentlich einsehbar gewesen. «Zudem haben wir in keinem Punkt Lebrument als Person kritisiert.»

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