GP von Ungarn: Leclercs letzte Chance im WM-Kampf – Pérez mit kuriosem Niesanfall

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GP von UngarnLeclercs letzte Chance im WM-Kampf – Pérez mit kuriosem Niesanfall

An diesem Wochenende sind die Formel-1-Boliden auf dem Hungaroring in Budapest unterwegs. Alles was du zum Grossen Preis von Ungarn wissen muss, gibt es hier.

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Max Verstappen ist auf bestem Weg zu seinem zweiten Weltmeistertitel.

Max Verstappen ist auf bestem Weg zu seinem zweiten Weltmeistertitel.

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Charles Leclerc darf sich keine Fehler mehr erlauben, will er noch eine kleine Chance haben.

Charles Leclerc darf sich keine Fehler mehr erlauben, will er noch eine kleine Chance haben.

AFP
Ferrari-Boss Mattia Binotto zeigt sich aber weiter kämpferisch.

Ferrari-Boss Mattia Binotto zeigt sich aber weiter kämpferisch.

REUTERS

Darum gehts

  • An diesem Wochenende steht der Grosse Preis von Ungarn an.

  • Im WM-Kampf zwischen Verstappen und Leclerc droht bereits die Vorentscheidung.

  • In Budapest muss man auch Hamilton auf der Rechnung haben.

Zum 13. von 22 Saisonläufen geht es für die Formel 1 ins traditionell heisse Budapest. Auf dem Hungaroring etwas ausserhalb der ungarischen Hauptstadt will Weltmeister Max Verstappen am Sonntag (live ab 15.00 Uhr) seine WM-Führung weiter ausbauen und sich dann in einen kurzen Urlaub verabschieden. Während Ferrari mit Charles Leclerc auf den Anschluss hofft, könnte auch Budapest-Spezialist Lewis Hamilton in den Kampf um den Sieg eingreifen.

Wer kann Verstappen stoppen?

63 Punkte Vorsprung in der WM-Gesamtwertung vor Charles Leclerc im Ferrari klingen zwar viel, können bei noch zehn ausstehenden Rennen aber auch ganz schnell wieder weg sein. Immerhin lag auch Leclerc früh im Jahr schon mit mehr als 40 Zählern vor Verstappen und war vermeintlich auf dem besten Weg zum Champion. «Wir haben noch viel Arbeit vor uns», sagte Verstappen deswegen. Vor allem auf nur eine Runde gerechnet ist Ferrari weiter klar im Vorteil und schafft so im Qualifying meist die besseren Ergebnisse. Bislang konnte der 24-jährige Verstappen in der Hitze Budapests noch nie gewinnen.

Wie verarbeitet Leclerc seinen Ausfall in Frankreich?

Der Ferrari-Star ging hart mit sich selbst ins Gericht. Seinen Fahrfehler am vergangenen Sonntag nannte der 24-Jährige aus Monaco «inakzeptabel», er müsse diese Patzer abstellen. Auch von aussen gab es viel Kritik am WM-Herausforderer. In Führung liegend auszufallen, sei besonders bitter, sagte er selbst. Trotzdem gibt sich die Scuderia vor dem letzten Rennen vor einer gut dreiwöchigen Sommerpause kämpferisch. Teamchef Mattia Binotto hat einen Doppelerfolg von Leclerc und Teamkollege Carlos Sainz als Ziel ausgerufen: «Wir sind von unserem Paket weiterhin voll überzeugt.»

Hier schreit Leclerc nach seinem Crash frustriert in den Funk.

SRF

Liegt für Hamilton der erste Sieg drin?

«Ich liebe Budapest, die Stadt, die Atmosphäre», sagte der Brite vor der Reise nach Ungarn. Mit acht Siegen und acht Pole Positionen ist der 37-Jährige auf dem Hungaroring so erfolgreich wie niemand sonst. Drei dritte Plätze und ein zweiter Platz zuletzt lassen einen Aufwärtstrend erkennen. Ungarn ist Mercedes-Land – und trotzdem dürfte ein Sieg nur möglich sein, wenn Red Bull oder Ferrari patzen. Der Silberpfeil ist für einen Sieg aus eigener Kraft wohl noch immer nicht stark genug. Rekordweltmeister Hamilton wartet schon seit 13 Rennen auf den 104. Triumph seiner Laufbahn. Bislang konnte er in jedem Jahr seiner Karriere seit 2007 mindestens einen Grand Prix gewinnen – ausser 2022.

Niesanfall bei Pérez

Im ersten Freien Training am Freitagnachmittag kam es zu einem kuriosen Zwischenfall. Red-Bull-Pilot Sergio Pérez musste auf der Strecke mehrfach niesen, ein Mitschnitt des lustigen Funkspruchs landete prompt in der TV-Übertragung (im Video unten). «Es scheint hier ein wenig Allergien zu geben», meinte der Mexikaner. Am schnellsten unterwegs war übrigens Carlos Sainz im Ferrari vor Max Verstrappen und Charles Leclerc. Der Monegasse wiederum stellte später im zweiten Training die Bestzeit auf – vor dem überraschenden Lando Norris und Sainz.

Nächste Saison ohne Deutsche?

Nach dem angekündigten Rücktritt von Sebastian Vettel stellt sich die Frage, ob in der kommenden Saison überhaupt noch ein Fahrer aus unserem nördlichen Nachbarland im Formel-1-Zirkus unterwegs sein wird. Bisher liegt nämlich auch Mick Schumacher noch kein neuer Vertrag vor. Die Hoffnung von Fans, dass Vettel bei einem Einstieg von Porsche und Audi zur Saison 2026 in einem deutschen Team nochmal starten könnte, ist damit beendet. Einen Rücktritt vom Rücktritt dürfte es bei Vettel nicht geben. Mehrfach und deutlich hat er dies bereits betont. 

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(dpa/law)

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