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«Agent Provocateur»Leder, Latex und Liebesspiele

«Frauenfeindlich und beunruhigend», lauten die Vorwürfe gegen das Dessous-Label «Agent Provocateur». Trotz zwielichtiger Dominaspielchen aber soll der neuste Clip dennoch nicht verboten werden.

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los

Das Telefon klingelt, eine Frau hebt den Hörer ab, der Anrufer schweigt. Gleiches Szenario nochmals. Diesmal mit Frauengelächter am anderen Ende der Leitung. Schnitt: Vier halbnackte, in aufreizende Lederdessous verpackte Damen kidnappen die Frau und fallen über sie her. Schnitt: fertig. Was zugegeben an den 90er Horrorstreifen «Scream» erinnert ist bloss der neue Werbefilm von «Agent Provocateur».

Mit der jüngsten Werbekampagne sorgte der britische Unterwäschehersteller für immense Aufregung. «Frauenfeindlich und beunruhigend» sei der Clip, warf ein Kläger der Firma vor und forderte auf, das Video zu verbieten.

Sex sells – ganz legal

Die «Dominas» dürfen weiterhin ihre sexy Spiele treiben, die unabhängige Kontrollinstanz für Werbung (Advertising Standards Authority) wies den Vorwurf laut Dailymail.co.uk zurück. Mit der Begründung: «Wir verstehen, wenn einige das Video geschmacklos empfinden, aber das sehr stilvolle und fiktionale Video beabsichtigt keinesfalls die Wahrnehmung des Klägers.» Weiter sei der Clip nicht frauenfeindlich.

Wie der Name des Dessousherstellers schon sagt, ist dessen Ziel die Provokation. Bereits 2001 sowie auch fünf Jahre später sorgten zwei Clips von «Agent Provocateur» für kontroverse Diskussionen. Den Werbefilm vor über zehn Jahren mit Kylie Minogue, die auf einem Bullen ritt, erreichte immerhin 360 Millionen Menschen. Und verkaufsfördernd dürfte der Spot allemal sein. Immerhin ist bewiesen: Sex sells.

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