Big in Japan: Lee Everton erobert asiatischen Markt
Aktualisiert

Big in JapanLee Everton erobert asiatischen Markt

Kleiner Schweizer ganz gross: Reggae-Sänger Lee Everton mischt zurzeit die japanischen Charts auf. Überhaupt scheinen Schweizer Acts in Asien gut anzukommen.

von
David Cappellini

«Es ist schwierig für mich, das Ganze zu begreifen», erzählt der Zürcher Reggae-Künstler Lee Everton. Der Sänger gehört momentan – völlig überraschend – zu den angesagtesten Acts von ganz Japan: In den iTunes-Charts eroberte er mit seiner CD «Inner Exile» den fünften Platz und Tokyo Records Shibuya, ein einflussreicher Plattengigant im Land der aufgehenden Sonne, setzte sein Album gar an die Spitze der internen Reggae-Charts. «Es könnte finanziell ziemlich interessant werden, denn Japan setzt Trends – auch Jack Johnson wurde erst dort bekannt», so Everton, der in Asien nun einen Plattendeal an Land zog und seine CD auch in Korea und Hong-Kong releasen will.

Der bärtige Musiker ist bei weitem nicht der einzige Schweizer Act, der den asiatischen Markt zu erobern vermochte. So erspielte sich auch die Luzerner Band 7 Dollar Taxi einen Nippon-Deal, die Zürcher Britpop-Band Telaphones trat im ­chinesischen TV vor Millionenpublikum auf und die ­Lovebugs wurden in Taiwan als Stars gefeiert. Everton ist aber noch vorsichtig und meint lachend: «Auswandern ist kein Thema. Vorerst zumindest.»

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