Aktualisiert 06.02.2014 07:43

Positive Wirkung

Legales Kiffen senkt die Selbstmordrate

Die Zulassung von medizinischem Marihuana hat die Zahl der Selbsttötungen gesenkt. Dies zeigt eine Untersuchung in US-Bundesstaaten, die Cannabis teilweise legalisiert haben.

von
lmm

Seit 1990 haben rund 20 US-Staaten Marihuana zu gesundheitlichen Zwecken legalisiert, seit kurzem ist es in Colorado ganz legal. Ökonomen der Universitäten San Diego, Montana und Colorado haben sich die Zahlen zu Suiziden in den betreffenden Staaten angeschaut – und festgestellt, dass diese zwischen 1990 und 2007 gesunken sind, wie sie in ihrer Studie im «American Journal of Public Health» schreiben.

Sie stellten fest, dass die Selbstmordrate bei Männern zwischen 20 und 29 um 10,8 Prozent, bei Männern zwischen 30 und 39 um 9,4 Prozent sank. Wie es bei Frauen aussieht, konnte die Studie nicht klären. Möglicherweise ist es ähnlich wie bei Männern – es könnte aber auch ganz anders sein, wie Studien-Co-Autor Daniel Rees der Huffington Post sagte.

Als mögliche Erklärung gaben die Wissenschaftler die beruhigende Wirkung von Marihuana an, dank der man mit schwierigen Lebenssituationen möglicherweise besser umgehen könne. Überdies gebe es keinen zusätzlichen Stress durch Kriminalisierung und Verfolgung. Die Gründe würden aber in einer weiteren Untersuchung genauer beleuchtet. Rees wirkte im vorigen Jahr bereits an einer Studie mit, die nachwies, dass in den Staaten mit medizinisch erlaubtem Marihuana auch der Alkoholkonsum sank.

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