Aktualisiert 02.09.2015 09:41

Richtig arbeiten

Legen Sie hin und wieder eine Pause ein!

Wer viel arbeitet, muss auch viele Pausen machen. Ausgedehnt Mittag zu machen, reicht laut Forschern nicht, um wieder frisch und fit zu werden.

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Wer fleissig ist, muss zwischendurch auch mal abschalten und den Kopf durchlüften.

Wer fleissig ist, muss zwischendurch auch mal abschalten und den Kopf durchlüften.

Keystone/Martin Ruetschi
Doch so geht das nicht. Laut US-Forscherinnen sollte man während der Auszeit Abstand von der Arbeit nehmen ...

Doch so geht das nicht. Laut US-Forscherinnen sollte man während der Auszeit Abstand von der Arbeit nehmen ...

Keystone/Gaetan Bally
... und sich mit Dingen beschäftigen, die einen erfreuen.

... und sich mit Dingen beschäftigen, die einen erfreuen.

Keystone/Eddy Risch

Ohne Unterbrechung durcharbeiten? Das kann man machen, allerdings geht das auf Dauer nicht gut: Kreativität und Konzentration nehmen ab und auch die Freude am Job geht flöten. Doch wann sollte man am besten den Kopf durchlüften? Und wie lange dauert die perfekte Pause?

Dieser Frage sind Emily Hunter und Cindy Wu von der Baylor University in Texas nachgegangen. Ihr Fazit: Die Einteilung des Arbeitstages in zwei, von einer Mittagspause unterbrochene Hälften ist nicht unbedingt die ideale Lösung. Besser sei es, mehrere, dafür kürzere Unterbrechungen einzulegen, schreiben sie im «Journal of Applied Psychology».

Früh angelegte Pausen bringen am meisten

Für die Studie liessen die Wirtschaftswissenschaftlerinnen 95 Hochschulmitarbeiter während fünf Tagen deren Pausenverhalten notieren. Zudem mussten die Probanden nach jeder Unterbrechung in einem Fragebogen angeben, wie ihre Pause ausgesehen hatte und wie sie sich im Anschluss daran fühlten – körperlich und geistig.

Dabei zeigte sich, dass sowohl die Art der Aktivität, die Dauer sowie der Zeitpunkt der Auszeit das Ausmass der Regeneration beeinflussen. So fühlten sich die Teilnehmer dann besonders erholt, wenn sie in der Pause etwas Schönes erledigten. Ausserdem wurden die Unterbrechungen dann als besonders erquickend empfunden, wenn sie früh am Tag stattfanden.

Wer sich daran hält, profitiert laut den Forscherinnen. Denn die Probanden, die angaben, sich nach einer Pause gut erholt zu fühlen, berichteten anschliessend von geringeren körperlichen Problemen wie Kopf-, Augen- oder Rückenschmerzen. Ausserdem zeigten sie sich von der Arbeit weniger gestresst und waren zufriedener.

Wie halten Sie es mit Pausen während der Arbeitszeit? Erzählen Sie uns davon in den Kommentaren!

So regelt das Gesetz die Pausen

Falls das tägliche Pensum mehr als fünfeinhalb Stunden beträgt, schreibt das Arbeitsgesetz vor, dass die Arbeitszeit um eine Viertelstunde zu unterbrechen ist. Wer täglich mehr als sieben Stunden arbeitet, hat Anspruch auf eine halbe Stunde. Wer mehr als neun Stunden schafft, dem kommt eine Pause zugute.

Als Pausen gelten alle Unterbrüche während des Arbeitspensums – also auch die Mittagspause.

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