Legionärskrankheit im Seuchengebiet: Reiner Zufall
Aktualisiert

Legionärskrankheit im Seuchengebiet: Reiner Zufall

Die britischen Behörden haben einen Fall von Legionärskrankheit in dem von der Maul- und Klauenseuche betroffenen Gebiet bestätigt, einen Zusammenhang aber ausgeschlossen.

«Es ist reiner Zufall», sagte eine Sprecherin der britischen Gesundheitsbehörde am Donnerstag. Der einzige Patient sei schon wieder genesen. Der Mann habe vor zwei Monaten am Institut für Tiergesundheit in Pirbright gearbeitet. Das staatliche Institut teilt sich den Sitz mit dem Merial-Laboratorium für Tiergesundheit.

Die Laboratorien sind acht Kilometer von den zwei von der Maul- und Klauenseuche betroffenen Bauernhöfen entfernt. Die britische Regierung untersucht, ob die Forschungsstätten die strengen Sicherheitsvorschriften eingehalten haben, was die Einrichtungen versichern.

Der Direktor des Schweizer Instituts für Viruskrankheiten und Immunprophylaxe (IVI), Christian Griot, und die für Biosicherheit zuständige Stellvertreterin Kathrin Summermatter untersuchen vor Ort die Vorschriften.

Zwischen der Legionärskrankheit und der Maul- und Klauenseuche gibt es keine Verbindung. Bei Auftreten der Legionärskrankheit werden alle Aufenthaltsorte der betroffenen Person untersucht, um die Quelle der Ansteckung ausfindig zu machen.

Die Legionärskrankheit ist eine Infektionskrankheit, die vor allem durch Wasser übertragen wird. Die weltweit verbreiteten Erreger gedeihen im warmen Wasser und können die Lungen von Menschen befallen.

Dritter Verdachtsfall

Fast eine Woche nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Südengland wurden unterdessen auf einem dritten Bauernhof vorsorglich mehr als 360 Tiere getötet. Es bestand der Verdacht, dass die Seuche auch auf diesen Betrieb in der Grafschaft Surrey übergegriffen hatte.

Genaue Ergebnisse sollen am Freitag vorliegen. Die Zahl der getöteten Tiere stieg damit auf rund 580. Die Seuche war am vorigen Freitag auf einem nahe gelegenen Hof entdeckt worden. (sda)

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