Internationaler Tag der Mädchen – Lego streicht klassische Rollenbilder
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Internationaler Tag der MädchenLego streicht klassische Rollenbilder

Bei dem dänischen Spielzeughersteller kann nicht mehr nach Geschlecht eingekauft werden. Stattdessen gibt es Auswahlkriterien wie Interessen, Alter und Themen, um etwas passendes zu finden.

von
Angela Rosser
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Lego will bei ihren Spielsachen integrativer werden. Darum soll es nicht nur der Bauarbeiter oder die Hausfrau sein. Sondern auch eine Bauarbeiterin.

Lego will bei ihren Spielsachen integrativer werden. Darum soll es nicht nur der Bauarbeiter oder die Hausfrau sein. Sondern auch eine Bauarbeiterin.

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Ein früheres, klassisches Lego-Set. Der Mann arbeitet im Garten.

Ein früheres, klassisches Lego-Set. Der Mann arbeitet im Garten.

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Eine Studie zum internationalen Tag der Mädchen zeigt, dass Mädchen geringere Hemmungen haben, sich verschiedenen Spielsachen zuzuwenden.

Eine Studie zum internationalen Tag der Mädchen zeigt, dass Mädchen geringere Hemmungen haben, sich verschiedenen Spielsachen zuzuwenden.

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Darum gehts

  • Montag, 11. Oktober ist internationaler Tag der Mädchen.

  • Lego hat zu diesem Tag eine Studie in Auftrag gegeben.

  • Die Studie zeigt, dass Mädchen geringere Hemmungen als Buben haben, mit Spielzeug des anderen Geschlechts zu spielen.

Der Spielzeughersteller Lego hat eine Studie in Auftrag gegeben, die Unterschiede bei Buben und Mädchen aufzeigt. Die Studie wurde vom «Geena Davis Institute in Gender in Media», einer Organisation, die sich mit der Gleichstellung der Geschlechter und Geschlechteridentitäten auseinandersetzt, durchgeführt. Befragt wurden fast 7000 Kinder im Alter zwischen sechs bis 14 Jahren aus China, Japan, Polen, Russland den USA und weiteren Ländern.

Während Mädchen sich offener und selbstbewusster einer Vielzahl verschiedenster Aktivitäten zuwenden, zeigt die Studie, dass das nicht im gleichen Masse für Buben gilt, schreibt «The Guardian». Laut der Umfrage des Geena Davis Institute haben 71 Prozent der Buben Angst, dass sie gehänselt werden, wenn sie mit Mädchenspielzeug spielen.

Eltern von Buben sind besorgter

Auch sind Eltern von Jungen eher besorgt, als die Eltern von Mädchen, wenn ihr Kind an Spielsachen des anderen Geschlechts Freude zeigt. «Bis die Gesellschaft anerkennt, dass Verhaltensweisen und Aktivitäten, die typischerweise mit Frauen verbunden werden, ebenso wertvoll oder wichtig sind, werden Eltern und Kinder zögern, sie zu akzeptieren», sagt Madeline di Nonno, Geschäftsführerin des Geena Davis Institute.

Wie die Produkt- und Marketingleiterin von Lego, Julia Goldin, sagt, habe Lego keines seiner Produkte mehr als Mädchen- oder Bubenspielzeug gekennzeichnet. Auf der Webseite kann man nach Thema, Alter, Interessen oder Preissegment ein passendes Set aussuchen. «Wir arbeiten daran, Lego integrativer zu machen», sagt Goldin. In Grossbritannien startete 2012 die Kampagne «Let Toys Be Toys», um Druck auf die Hersteller von Kinderspielzeug auszuüben.

Langsamer Fortschritt

Der Fortschritt ist jedoch schleppend. Das hängt auch mit den Eltern zusammen, wie das Geena Davis Institute erklärt. Alte Stereotypisierungen führten dazu, dass auch Eltern bis zu sechs mal häufiger an Männer als Athleten oder Wissenschaftler dachten, statt an eine weibliche Athletin oder an eine Forscherin.

«Wir testen alle Spielsachen mit Jungen und Mädchen und inkludieren mehr und mehr weibliche Vorbilder», sagt Goldin und weiter: «Das Ziel ist, alle Kinder zu ermutigen, auch mit Sachen zu spielen, die traditionell als «nicht für sie» angesehen wurden».

Wirst du oder wird jemand, den du kennst, aufgrund der Geschlechtsidentität diskriminiert?

Hier findest du Hilfe:

Gleichstellungsgesetz.ch, Datenbank der Fälle aus Deutschschweizer Kantonen

Eidgenössisches Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann

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